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Familiendrama, 13. Juli 2010 16:24:00

Familiendrama: Vormundschaftsbehörde schaltet sich ein

Familiendrama

Zwei Tabletten vor schwarzem Hintergrund Zoom

(Bild: Bild: Keystone)

APPENZELL. Im Fall der Mutter, die ihre zwei Kinder mit Medikamenten umbringen wollte, hat sich die Appenzeller Vormundschaftsbehörde eingeschaltet. «Wir suchen eine geeignete Betreuungslösung zum Schutze der Kinder», sagte der Amtschef auf Anfrage.

UMBERTO W. FERRARI

«Ja, wir sind in den Fall involviert», sagte Norbert Eugster, Aktuar der zuständigen Vormundschaftsbehörde in Appenzell, auf Anfrage. Seine Behörde nehme den Auftrag zum Schutz und Wohl der Kinder wahr. Damit sei der Schutz, die Betreuung und Hilfe der Kinder gemeint, sagte er. Was genau jetzt mit den Kindern geschehe und wo sie sich derzeit aufhalten sagte Eugster aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.
 

Schutz der Kinder
Es gehe jetzt darum, für die Kinder die am besten geeignete Betreuungslösung zu finden, sagte Eugster. Vergleiche mit anderen Fällen seien praktisch nicht möglich: «Jeder Fall ist wieder anders», sagte er.

Strafverfahren eröffnet
Laut dem zuständigen Staatsanwalt Herbert Brogli befinden sich die drei Personen auf dem Weg der Besserung. Ob die drei bereits aus den Spitälern entlassen worden sind, wollte er mit Rücksicht auf deren Persönlichkeit nicht sagen.

Gegen die Mutter der beiden Kinder ist laut Brogli ein Strafverfahren eröffnet worden. Allerdings habe er bis jetzt noch mit niemandem ausser der Vormundschaftsbehörde sprechen können. «Derzeit steht das Wohlergehen der drei Personen absolut im Vordergrund», sagte er.

Mutter und Kinder ausser Lebensgefahr
Die Mutter hatte am vergangenen Freitag ihren beiden Kindern eine Überdosis an Medikamenten verabreicht und wollte sich anschliessend selber umbringen. Rechtzeitig entschied sie sich dann aber noch anders und alarmierte die Rettungskräfte, von denen sie ins Spital eingeliefert wurden. Mutter und Kinder waren laut Staatsanwaltschaft am Montag ausser Lebensgefahr.






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