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Tagblatt Online, 24. Februar 2009 01:01:29

DRS steckt im Schnee fest

Zoom

«Familienorchester» Koch in der Radio-Live-Sendung «Treffpunkt» mit Moderator Dani Fohrler im Musikzimmer des Hofs Rüti in Gonten. (Bild: Bild: Martina Basista)

Begeistertes Echo auf die DRS-1-Live-Sendung «Treffpunkt» aus dem Hof Rüti ob Gonten. Dabei bleiben die Radiomacher zunächst im Schnee stecken und müssen technische Tücken überwinden.

Hanspeter Strebel

Gonten. Die Hörerschaft der beliebten Sendung «Treffpunkt» (viele darunter «Stammkunden») mussten sich gestern morgen ziemlich gedulden, bis sie Dani Fohrler wirklich wie angekündigt aus Küche und Stube der Familie Koch auf dem Hof Rüti etwas oberhalb von Gonten seines Amtes als Moderator walten hörten.

Fohrler kommt zu Fuss

Der Übertragungswagen von Radio DRS 1 war zwar von Zürich rechtzeitig in Gonten angekommen, schaffte aber die rund 100 Meter Höhendifferenz zum Hof zunächst nicht. Er blieb in einer Kurve stecken. Nachdem es auch mit vereinten Kräften nicht gelungen war, ihn zu entpannen, entschloss sich Dani Fohrler zum Aufstieg zu Fuss, damit es doch noch einigermassen zum Sendebeginn reichen würde. In der ersten Einschaltung konnte er, schwer keuchend, per Handy erst vom witterungsmässigen Unbill berichten. Bei der zweiten Wort-erteilung aus dem Studio reichte es immerhin zur Begrüssung der Familie samt Hund und Miss Gonten im Stall. In der Folge war der quirlige und erfahrene «Moderator für alle Fälle», dann etwas aufgetaut, hatte sich des Mantels, Schals und der vom Marsch malträtierten Schuhe entledigt und konnte nun per Festanschluss Land und Leuten kundtun, was er angetroffen hatte: eine aufgestellte Innerrhoder «Bilderbuchfamilie» nämlich, wo sich die sechs «Goofen» nichts Schöneres vorstellen können als mit dem Schlitten ins Tal zur Schule zu sausen, später wie Vater Franz einmal im «Chrobegchöli» mitzusingen, zusammen zu musizieren und am Küchentisch möglichst eng zu sitzen und so Zusammenhalt hautnah zu spüren. Hauptperson aber war Mutter Agnes, die über das Landfrauenleben, den «schönsten Beruf und die schönste Berufung» frisch von der Leber weg und in sauberem Innerrhoder Dialekt erzählte, derweil ihr Gatte Franz sich im Stall umtat und kein einziges Wort beisteuern mochte, die Kinder aber keck Fohrlers Fragen beantworteten, als täten sie das jeden Tag. Schliesslich hatte es der inzwischen mit Ketten ausgerüstete Übertragungswagen doch noch geschafft, sogar der technische Knopf liess sich lösen und die zweite Hälfte konnte einwandfrei per Satellit über den Äther gehen

«Echt bodenständig»

Die im Studio eingegangenen Reaktionen der Hörerschaft waren gemäss Redaktionsleiterin Myriam Zumbühl selten positiv. «Aufsteller des Tages», «endlich eine vollkommen echte, bodenständige Sendung» hiess es da etwa in spontanen Mails.





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