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Tagblatt Online, 30. Juli 2008 01:16:08

Aus Hilferuf entstanden

Der Name des Hilfswerks «Kovive» steht sinnbildlich für das solidarische Zusammenleben (lat. «convivere») in Europa und der Schweiz.

Die Ursprünge der Institution gehen auf das Jahr 1954 zurück. Der damals 18jährige Peter Kuhn hörte den Hilferuf des zu jenem Zeitpunkt noch unbekannten Abbé Pierre im Radio: «Ein kleines Kind in der Stadt Paris ist erfroren, während Tausende wohlgenährter Zeitgenossen in ihrem warmen Heim unbekümmert dahinleben.» Daraufhin trommelte der junge Schweizer 80 Männer zusammen und fuhr nach Paris, wo sie Abbé Pierre beim Bau von Notunterkünften für obdachlose Kinder und Familien halfen.

Das Werk gibt sich kurz nach der Gründung den Namen «Aktion im Dienste des Bruders». Es konzentrierte sich bald auf die direkte Hilfe an Kindern und begann in zwei Bereichen zu arbeiten, die bis heute zu den Kernaufgaben des Hilfswerks gehören: Ferienkolonien und Ferienplazierungen von Kindern in Schweizer Gastfamilien. 1985 wurde das Hilfswerk in «Kovive» umbenannt. Heute erleben Jahr für Jahr über 1300 Kinder aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Osteuropa erholsame Ferientage bei Schweizer Gastfamilien, in Ferienlagern und Familienferien. (pk)





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