Tagblatt Online, 17. April 2012 16:00:00
Nicht auf allen Dächern geduldet
Innerrhodens Denkmalpflege wehrt sich gegen eine Solaranlage auf Obereggs Kirchendach. (Bild: mab)
APPENZELLERLAND. Gleich auf zwei Dächern im Appenzellerland sollen Photovoltaikanlagen gebaut werden – doch nicht auf beiden sind diese willkommen. In Wolfhalden (AR) steht die Denkmalpflege dahinter, in Oberegg (AI) wird das Projekt bekämpft.
ROGER FUCHS
Der katholische Pfarrer Johann Kühnis von Oberegg will, dass das Dach der katholischen Kirche künftig zur Stromproduktion genutzt und eine Solaranlage darauf gebaut wird. Doch Kühnis hat die Rechnung ohne Innerrhodens Denkmalpflege gemacht. Diese sieht mit einer entsprechenden Anlage den Wert der Kirche gefährdet und wehrt sich gegen ein entsprechendes Projekt. Kompromisse will man keine eingehen.
Anders präsentiert sich die Situation im ausserrhodischen Wolfhalden. Zusammen mit der dortigen Denkmalpflege wurde ein Projekt ausgearbeitet, das auch die denkmalpflegerischen Bedürfnisse integriert. Gemäss Gemeindepräsident Max Koch wird nun im Juni dem Volk eine Baukreditvorlage für eine Solaranlage auf dem Kirchendach unterbreitet.
Pfarrer Kühnis in Oberegg gibt sich indes noch nicht geschlagen. Er will weiterhin für seine Idee kämpfen. Der nächste Schritt sei das Baugesuch.
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unangan (17. April 2012, 23:01)
na.... ihr Appenzeller....
Denkmalpflege in Ehren... in absehbarer Zeit werden in den Kantonen Appenzell wohl mangels, beziehungsweise nicht mehr zu bezahlenden Gas- und Ölpreise die Holzofen "angeworfen" werden... Die Umweltschutzgegner, beziehungsweise Klimakatastrophen-Gegner werden dies wohl zu verhindern wissen. Also bleibt den Appenzeller nur noch der Appenzellerkäse.. was die Appenzeller sympathisch macht... smile.. Aber ist anscheinend wie mit dem "Frauenstimm- und Wahlrecht. Ein bisschen "Verschrobenheit" mag sehr sympathisch wirken. Aber wenn dann Mal der Ruf nach "Appenzellerbächliverbau" zur Erzeugung der notwendigen Energie ansteht...Wird auch der Naturschutz dies zu verhindern wissen. grins... So werden die Appenzeller wohl auf Atomkraftstrom aus "fremden" Landen zurück greifen müssen... Oder... auf jedem nur denkbarem Appenzellerhügel steht ein Windkraftwerk. Und dies sehr zum "Nutzen" des Appenzellertourismus....grins...
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