Tagblatt Online, 27. Oktober 2008 01:05:27
Neuste Technik bei der Feuerwehr Lutzenberg
Das neue Atemschutzfahrzeug: Garagist, Beschaffungskommission und Gemeindepräsident Erwin Ganz (rechts) freuen sich. (Bild: Bild: iks)
LUTZENBERG. Gemeindepräsident Erwin Ganz übergab am Samstag das Atemschutzfahrzeug Mercedes 315 4x4. Zuvor demonstrierten die motivierten Feuerwehrmannen und -frauen sowie der Samariterverein verschiedene Rettungsarten.
Isabelle Kürsteiner
Anlässlich der öffentlichen Taufe des Atemschutzfahrzeugs wandelte die Feuerwehr ihre Hauptübung in eine Demonstration verschiedenster Rettungsmöglichkeiten um. Kommandant Michael Schwinn kommentierte die Einsätze unter Leitung von Kommandant-Stellvertreter Damian Langenegger. Angenommen wurde ein Brand im Schulhaus Gitzbüchel. Zuerst verliess Lehrerin Daniela Cahenzli mit ihren Dritt- und Viertklässlern geordnet das Schulhaus und meldete dem Einsatzleiter die Anzahl der Vermissten. Alsdann folgte eine an die Stiegsicherheit angepasste Rettung über Leitern und Brett.
Als Schlusspunkt demonstrierte die Atemschutztruppe unter Leitung von Elmar Vorburger eine aktionsreiche Selbstrettung aus dem obersten Fenster. Die Samariter zeigten unter Einsatzleiterin Cony Künzler auf, wie ein Verwundetennest funktioniert. Nicole Drach erörterte verschiedene Lagerungs- und Transportmöglichkeiten. Danach erfolgte ein einfacher Löschangriff der Atemschutzgruppe bei einem Autobrand.
Gemeindepräsident Erwin Ganz übergab der Feuerwehr nach der gelungenen Hauptübung das neue Atemschutzfahrzeug und dankte für die Arbeit. Im Gemeinderat sei es völlig unbestritten, dass es eine Feuerwehr brauche. In den vergangenen Jahren seien die Geräte komplexer geworden, weswegen das Üben für den Ernstfall, der hoffentlich nie eintrete, von grosser Wichtigkeit sei. Feuerschutzkommissionspräsident Karl Adler betonte, er sei stolz auf die hohe Motivation und die gute technische Ausbildung der Feuerwehr Lutzenberg.
Das neue Atemschutzfahrzeug ist ein Mercedes 315 4x4, 150 PS, 2,2 Liter Turbo Diesel. Es zeichnet sich laut Sulz-Garageninhaber Daniel Studer, Goldach, durch grosse Bodenfreiheit, Stehhöhe im Innenraum, integriertem Megafon und Standheizung sowie den neusten Stand betreffend Umweltschutz aus. Das Fahrzeug bietet neben dem Fahrer Platz für eine sechsköpfige Atemschutztruppe. sowie den Truppüberwacher. Kommandant Michael Schwinn wertete die Anschaffung des Fahrzeugs als Ausdruck der Anerkennung der Arbeit für die Bevölkerung.
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