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Tagblatt Online, 1. Mai 2010, 01:04 Uhr

Einstimmige Sache bei der Spitex

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Alte, Bisherige und Neue des Vorstands des Spitex Kantonalverbandes AR: (v.l) Annelies Strübi, Marlis Waldmeier-Schläpfer (neu Gewählte), Odette Kaijser, Frieda Moesch (Abtretende), Ursula Meiler, Yvonne Blättler-Göldi (Präsidentin), Cornelia Kühnis, Evelin Wenger, Roger Voegelin, Elisabeth Gubler, Erich Züger, Ruth Kolb, Annette Näf, Verena Hürlemann und Christine Aeschlimann (Geschäftsstellenleiterin). (Bild: Bild: Markus Fässler)

An der 20. Delegiertenversammlung des Spitex Kantonalverbands Appenzell Ausserrhoden haben die Stimmberechtigten ein neues Leitbild genehmigt. Marlis Waldmeier-Schläpfer ersetzt Frieda Moesch im Vorstand.

markus Fässler

Heiden. Bevor es für die 25 Stimmberechtigten am Donnerstagabend im Lindensaal in Heiden um die ordentlichen Geschäfte ging, kamen sie in den Genuss einer Führung durch das Dunant-Museum. Just im 20. Jubiläumsjahr des Spitex Kantonalverbands Appenzell Ausserrhoden feiert Heiden das Dunant-Jahr.

Neue Pflegefinanzierung

Dementsprechend begrüsste Gemeindepräsident Norbert Näf die Spitex im Namen von Heiden. «Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitex leisten eine enorm wichtige Arbeit», sagte er.

Weiter kam er auf die neue Pflegefinanzierung zu sprechen, die für alle Beteiligten eine grosse administrative und finanzielle Herausforderung darstellt. «Es ist aber die Aufgabe der Gemeinden, dafür zu sorgen, dass es den betagten Leuten gutgeht», so der Gemeindepräsident weiter.

Neues Leitbild genehmigt

Im vergangenen Geschäftsjahr setzte sich der Vorstand insbesondere mit dem neuen Leitbild auseinander. Während eines zweitägigen Workshops entstanden Diskussionen und Interpretationen rund um das Leitbild aus dem Jahr 2000. Nun wurden diverse Anpassungen vorgenommen. «Diese waren nötig, da im alten Leitbild die aufgeführten gesetzlichen Grundlagen nicht mehr aktuell waren», sagte Präsidentin Yvonne Blättler-Göldi. Zudem wurden Punkte herausgestrichen, weil sie in den Statuten bereits verankert sind. Für Katrin Alder, Präsidentin Spitex Herisau, fehlte im neuen Leitbild der Brückenschlag zum Spitex Verband Schweiz (SVS). Yvonne Blättler-Göldi wies darauf hin, dass dieser verankert ist, beispielsweise in Punkt 2 «Der Kantonalverband übernimmt Vertretungsfunktionen für seine Mitglieder gegenüber Dritten und unterstützt die Zusammenarbeit der Beteiligten». «Die Vernetzung ist sehr wichtig», so die Präsidentin weiter. Nach einer kurzen Diskussion wurde das neue Leitbild einstimmig angenommen.

Neue Kooperationsverträge

Dieses Jahr hat der Spitex Kantonalverband AR zwei Kooperationsverträge abgeschlossen. Den ersten mit dem Kompetenzzentrum Gesundheit und Alter, St. Gallen, der Teilbereiche der Ausbildung von Studierenden der Höheren Fachschule für Pflege regelt. «Ohne diesen Vertrag wäre es uns nicht möglich, Studierende auszubilden», sagte Yvonne Blättler-Göldi. Der zweite Vertrag wurde erst vor wenigen Tagen mit der Kinderspitex abgeschlossen. Dieser hat das Ziel, die Pflege von Kindern und Säuglingen im Kanton nachhaltig zu sichern. «Geplant ist, dass bis November 2010 alle Organisationen der Kooperation beitreten», so die Präsidentin. Neben St. Gallen und Ausserrhoden ist auch Innerrhoden am Vertrag beteiligt.

Waldmeier folgt auf Moesch

Nach zwölf Jahren gab Frieda Moesch ihren Rücktritt aus dem Vorstand bekannt. Berufliche Anforderungen und die Mitarbeit im Gemeinderat Teufen gaben den Ausschlag für ihr Abtreten. «Ich durfte während dieser Zeit sehr viel lernen», sagte sie. Auch wenn sie manchmal etwas kritisch gewesen sei, verlief die Zusammenarbeit im Vorstand immer problemlos, so Moesch. Als Nachfolgerin wurde die 45jährige Marlis Waldmeier-Schläpfer einstimmig gewählt. Die Gemeinderätin aus Gais ist seit 2008 Pflegedienstleiterin und Ausbildungsverantwortliche eines Alterszentrums. Die Präsidentin, der übrige Vorstand und die Revisoren wurden ohne Gegenstimmen wiedergewählt.

Kleiner Gewinn

Die Jahresrechnung schliesst bei einem Ertrag von knapp 85 000 Franken mit einem Gewinn von rund 2000 Franken ab. Die budgetierten 4500 Franken wurden aufgrund von höheren Sitzungsgeldern, etwa für den Pandemiestab H1N1, nicht erreicht. Das Budget 2010 rechnet mit einem Aufwandüberschuss von 4500 Franken. Diverse Veranstaltungen in diesem Jahr sowie höhere Mitgliederbeiträge an den Spitex Verband Schweiz führten zu dieser Budgetierung. Wie alle Geschäfte an diesem Abend wurden auch die Jahresrechnung 2009 und das Budget 2010 einstimmig genehmigt.



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