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Tagblatt Online, 09. September 2010 01:02:35

Anerkennung für stille Arbeit: Pro Senectute erhält Fokuspreis

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Ehre für viel Arbeit: (v. l.) Emil Nisple, Stiftungsratspräsident von Pro Senectute AI, Margrith Padrutt, Präsidentin der Alzheimervereinigung St. Gallen-Appenzell, die Mitarbeiterinnen des Tageszentrums, Maria Inauen, Leiterin Erika Hollenstein, Cornelia Bösch und der Geschäftsführer von Pro Senectute AI, Edi Ritter. (Bild: Bild: gbe)

GONTENBAD. Seit 10 Jahren besteht das Tageszentrum für Demenz- und Alzheimerpatientinnen und -patienten der Pro Senectute AI im Altersheim Gontenbad. Zum Geburtstag wurden die Initiantinnen für ihre Arbeit geehrt. Und das von einer Stelle, die weiss, wovon sie spricht.

Guido Berlinger-Bolt

In den letzten Jahren hat das Verständnis der Gesellschaft gegenüber Demenzpatientinnen und Alzheimerpatienten zugenommen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil es immer mehr Betroffene gibt. Für sie setzen sich Erika Hollenstein und ihr Team des Tageszentrums der Pro Senectute AI ein. Und das seit zehn Jahren. Die Alzheimervereinigung Sektion St.

Gallen-Appenzell überreichte ihren Fokuspreis, eine Glasskulptur und 2000 Franken, gestern nachmittag den Vertretern von Pro Senectute AI und dem Team des Tageszentrums.

Entlastung von Angehörigen

Von Dienstag bis Freitag heisst das Team von Erika Hollenstein in den Räumen des Altersheims Gontenbad Seniorinnen und Senioren mit einer Beeinträchtigung willkommen; damit unterstützen und entlasten sie viele Angehörige, die ihre Eltern zu Hause betreuen, sie unterstützen aber auch die Gäste selber.

Indem sie ihnen eine Tagesstruktur bieten, indem sie ihnen neue Bezugspersonen, Aktivitäten und Erlebnisse bieten, indem sie neue Kontakte ermöglichen und sie je nach ihren Ressourcen fördern. Die Leiterin des Tageszentrums, Erika Hollenstein, freute sich gestern sichtlich über die Anerkennung, die ihre Arbeit von einer Seite erhält, die weiss, wovon sie spricht.

Anfang und Entwicklung

Anlässlich der Preisverleihung erinnerten sich der Stiftungsratspräsident der Pro Senectute AI, Emil Nisple, und Erika Hollenstein an die Anfänge und dachten über die Veränderungen während der letzten zehn Jahre nach. Zur Zeit nutzen knapp 13 Seniorinnen und Senioren das Angebot der Pro Senectute– meist während einem bis drei Tage in der Woche; pro Jahr verzeichnet die Stiftung 800 bis 1000 Besuchstage.





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