Tagblatt Online, 28. April 2010 01:04:20
Mit kleinen Kadern kämpferisch
Von den Neckertalern Unihockey-Nachwuchsteams konnten gleich zwei ihre Saison als Gruppensieger beenden und zogen somit in die Finalrunde ein – zum ganz grossen Erfolg hat es dann allerdings bei beiden nicht gereicht.
unihockey. Den Meistertitel konnte keines der beiden Teams erringen. Die B-Junioren mussten sich allerdings erst im Final geschlagen geben.
Der Start ins Turnier gelang den Junioren B am Samstag, 24. April, nicht ganz optimal. Das Team von Trainer Manuel Seelhofer startete etwas nervös und ungewohnt zurückhaltend. Der Gastgeber des Turniers, der UHC Maniac Pfäffikon, nutzte dies aus und konnte nach sechs Minuten mit 2:0 in Führung gehen.
Mit diesem Gegentor entledigte sich der UHC Neckertal aber der Anfangsnervosität und nahm das Spiel nun in die Hand. Schöne Kombinationen und herrliche Schüsse aufs Tor zeigten, weshalb die Neckertaler als Mitfavoriten ins Turnier stiegen. Bis zur Pause konnte auch dank eines Doppelschlags von Fabrice Göldi aus einem Zwei-Tore-Rückstand ein ebensolcher Vorsprung herausgeholt werden.
Auch in der zweiten Halbzeit war der UHC Neckertal die spielbestimmende Mannschaft und gewann letztlich verdient mit 7:3 gegen die Zürcher.
Ungefährdeter Finaleinzug
Im zweiten Gruppenspiel folgte der UHC Wängi. Der Start ins Spiel gelang dabei optimal, nach gerade einmal zwei Sekunden signalisierte der Schiedsrichter das erste Neckertaler Tor. Weitere Tore folgten erst nach 14 Minuten. Beim Stand von 7:1 nahm der Neckertaler Druck etwas ab, doch es reichte zum ungefährdeten 12:6-Sieg.
Damit trafen die Junioren B im Halbfinal auf die Barracudas aus Romanshorn. Diesen Gegner kannte man aus der Meisterschaft bestens, da resultierten zwei eher knappe Siege für Neckertal. Nicht so an diesem Sonntag. Die Neckertaler um Captain Michael Brunner kannten die Schwächen der Gegner und nutzten diese eiskalt aus. Am Schluss konnte mit dem 13:0-Sieg nicht nur die Finalqualifikation bejubelt werden, sondern auch der höchste Sieg sowie der einzige Shootout des Turniers.
Kraftlos im Final
Im Final traf der UHC Neckertal nicht ganz unerwartet auf den UHC Flims, der ebenfalls sehr gute Spiele zeigte. Besonders ein Unterschied zwischen den beiden Teams war offensichtlich: Während Flims in der grösstmöglichen Formation antrat, musste sich Neckertal mit einem Acht-Mann-Kader begnügen. Dieser Unterschied war gewichtig, wie der Verlauf des Spiels zeigte.
Im vierten Spiel an diesem Wochenende machte sich bei den Neckertalern erstmals die Müdigkeit bemerkbar. Flims gelang ein Start nach Mass, und es lag nach einer Viertelstunde mit 4:0 in Führung. Danach folgte jedoch die enorme Druckphase der Neckertaler. Kaum mehr eine Chance wurde den Flimsern zugestanden, doch das Flimser Tor war wie zugenagelt. Immerhin gelang bis zur Pause noch das 4:1. Zu mehr reichte die Kraft jedoch nicht mehr aus, Flims gewann deutlich mit 9:2. Die Freude kam bei den Neckertalern nach einer kurzen Pause bald zurück, die Mannschaft war stolz auf das Erreichte.
A-Junioren mit schwerem Start
Klein war auch das Kader der A-Junioren, die gleichzeitig ihre Finalrunde in Bäretswil ZH austrugen. Das Team war zur Finalrunde allerdings aufgrund zweier Ausfälle auf fünf Feldspieler zusammengeschrumpft. Keine leichte Aufgabe also gegen Schweizer Top-Teams. Im Auftaktspiel gegen den UHCevi Gossau dauerte es 10 Minuten bis zum ersten Tor – dem Neckertaler Führungstreffer folgten jedoch vorerst keine weiteren, sondern die Zürcher nahmen das Heft in die Hand und «überfuhren» die Neckertaler A-Junioren mit cleverem Kombinationsspiel. Das 2:10-Endresultat war dann auch deutlich. Auch im zweiten Spiel gegen die Red Lions Frauenfeld gelang dem UHC Neckertal der erste Treffer. Das Team von Trainer Matthias Seelhofer zeigte dabei eine defensiv solide Leistung und konzentrierte sich auf schnelle Konter. Weil es jedoch bei der Abschlusseffizienz haperte, erreichte Neckertal den nötigen Sieg für die Halbfinalqualifikation nicht. Je mehr die Kräfte nachliessen, desto sicherer wurde der Thurgauer 12:2-Sieg.
Sieg gegen Sementina
In der Nacht auf Sonntag war dementsprechend Erholung angesagt. Immerhin kehrte der am Samstag kranke Spieler ins Team zurück, womit Neckertal mit zwei Blöcken spielen konnte. Gegen die Tessiner aus Sementina ging es nun um Rang 5. Die Erholungsphase der letzten Nacht wurde allerdings bis in die Anfangsminuten des Spiels verlängert, die Tessiner starteten deutlich wacher und konnten mit zwei Toren in Führung gehen.
Danach erwachte auch Neckertal und konnte vor der Pause noch den Anschlusstreffer erzielen. In der zweiten Hälfte dominierten die Neckertaler das Spiel klar, erst gegen Ende wurden die Tessiner wieder gefährlicher und konnten nach einem zwischenzeitlichen 5:2-Rückstand zum 5:4 verkürzen. Dieses Resultat gab der UHC Neckertal jedoch nicht mehr her und schloss somit die Finalrunde auf Rang 5 ab. (see)
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