In der Ostschweiz gibt es immer mehr Wildschweine

MÖRSCHWIL ⋅ Am Donnerstagmorgen sorgten acht Wildschweine auf der Autobahn bei Meggenhus für Aufregung: Zwei Autos wurden vollkommen beschädigt, alle Wildschweine sind tot. Dass die Wildschwein Population immer mehr zunimmt merken auch die Bauern.
06. Oktober 2017, 09:22
LARA ABDERHALDEN, Fm1 Today
Zwischen Neudorf St.Gallen und Meggenhus herrschte am Donnerstagmorgen ein Verkehrschaos. Zwei Fahrzeuge erlitten Totalschaden, überall war Blut, Menschen wurden keine verletzt, aber acht Wildschweine starben. Die Wildschweine waren die Ursache für den Unfall.

Kaputte Maschinen, dreckiges Futter

Unfälle in diesem Ausmass sind selten, dass die Wildschwein-Population aber immer grösser wird, merken vor allem die Bauern. Bei Walter Mäder aus Mörschwil haben die Schweine 30 Zentimeter tiefe Löcher in die Wiese gegraben. Diese stören beim Aufbereiten des Bodens für die Kühe. «Es ist mit viel Arbeit verbunden. Ich fahre mit den Maschinen immer wieder hinein und das gibt Schäden an der Maschine und dreckiges Futter», sagt Mäder im TVO.
   

Schwierig Tiere aufzuspüren

Das die Wildschweine zurzeit besonders oft zuschlagen, merkt auch der Wildhüter Mirko Calderara: «Wichtig ist es, dass uns die Menschen schnellstmöglich informieren, wenn sie ein Wildschwein sehen.» Dadurch könnten die notwendigen Massnahmen getroffen werden. Calderara ist auch für die Jagd der Wildschweine zuständig. Es sei aber sehr schwierig die Tiere zu erwischen: «Wir konnten Wildschweine schon in Fotofallen ablichten, dies war aber meistens in der Nacht.

Der Obstbauer Walter Mäder wird vom Kanton für die Schäden entschädigt, trotzdem bleibt der Aufwand. Allerdings ist es gut möglich, dass die acht Tiere, die am Morgen umgekommen sind, die Tiere sind, die beim Bauer wüteten.

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