Weg zum Säntis gesperrt

ALPSTEIN ⋅ Lose Steine müssen heute auf dem Weg von der Schwägalp über die Tierwies bis zum Säntis weggeschafft werden. Die Wanderstrecke ist den ganzen Tag nicht begehbar.
12. September 2017, 05:18
Andy Lehmann

Andy Lehmann

andreas.lehmann

@appenzellerzeitung.ch

Für die Instandstellungsarbeiten des Säntisweges ist Patric Hautle, Wegmacher der Gemeinde Hundwil, zuständig. Unterstützt wird er vom Zivilschutz, einer Rettungskolonne sowie Mitarbeitern der Säntisbahn. Dabei werden rund 17 Personen im Einsatz sein. Die Arbeiten am Weg zum Säntis erfolgen in zwei Etappen. «Heute wird der gesamte Weg geputzt und am Mittwoch und Donnerstag müssen unter anderem Wasserläufe freigemacht, Treppen repariert und der Weg ausgebessert werden», sagt ­Patric Hautle. Die Wanderwege werden jährlich geputzt. Dabei ist es nicht immer möglich, auch die Steine zu entfernen respektive zu Tal zu lassen. Gründe dafür seien die unteren Wege, welche von Wanderern begangen würden. Auch das Vieh im Alpstein sei bei solchen Aktionen in Gefahr, so Hautle. Für das Entfernen der grossen Steine benötigt es einige Leute. Diese Arbeiten werden etwa alle fünf Jahre durchgeführt. Patric Hautle rechnet damit, dass bis heute Abend alle losen und gefährlichen Steine entfernt werden können. Es sei eher unwahrscheinlich, dass eine Sprengung nötig sei, so Hautle. Dass teilweise Schnee auf dem Weg zum Säntis liege und das Wetter unbeständig sei, sei für die Arbeiten von Vorteil. So seien sehr wahrscheinlich auch keine Wanderer unterwegs, so Hautle.

Vielfältiger Aufgabenbereich für den Wegmacher

Das Instandhalten der Wanderwege ist nur ein Teil der Aufgaben eines Wegmachers. Im Frühling müssen die Wanderwege vorbereitet und kontrolliert werden. Im Juli und August werden Seileinrichtungen erneuert. Bis im Herbst müssen die Wege gereinigt sein. Anfang November erfolgt das Ablegen der Seileinrichtungen. Diese müssen zudem wintersicher gemacht werden. Im Winter erstellt und unterhält der Wegmacher Schneeschuhrouten und auch der Unterhalt der Ruhebänkchen gehört unter anderem zu seinem Aufgabenbereich. Für den Beruf des Wegmachers gibt es keine berufliche Ausbildungsmöglichkeiten. Das Wissen wird vom einen Wegmacher zum nächsten übergeben. Patric Hautle kam über den Beruf des Dachdeckers zum Job des Wegmachers. «Während meiner Arbeiten werde ich oftmals von Bergwirten oder Bahnmitarbeitern unterstützt.»

Für die geplanten Arbeiten, die bis Donnerstag anstehen, ist Hautle zuversichtlich. «Wenn alles planmässig verläuft, wird der Weg von der Schwägalp zum Säntis am Mittwoch wieder für Wanderer frei sein. Für das Ausbessern der Wege ist die Benutzung der Wanderroute kein Problem.»


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