Vorsichtig optimistisch

HUNDWIL ⋅ Die diesjährige Generalversammlung des Verbands Gastro Appenzellerland AR war gut besucht. Es gibt Anzeichen, dass die Talsohle durchschritten sein könnte.
17. April 2018, 05:16
Karin Erni

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Der Saal im «Bären» Hundwil war mit über 80 Personen bis auf den letzten Platz besetzt. Präsident Markus Strässle konnte in seinem Jahresbericht auf ein arbeitsreiches aber gelungenes Vereinsjahr zurückblicken. Ein Höhepunkt war die Einreichung der Volksinitiative «Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise», am 12. Dezember. Sie soll missbräuchliche Schweiz-Zuschläge zum Verschwinden bringen und den Konsumentinnen und Konsumenten zu mehr Kaufkraft verhelfen.

Kassier Beat Barmettler präsentierte die Jahresrechnung, die mit einer «schwarzen Null» schliesst. Bei Einnahmen von knapp 51000 Franken resultierte ein Einnahmenüberschuss von 640 Franken. Das Budget für 2018 sieht bei leicht weniger Einnahmen einen Verlust von 3000 Franken vor. Der Vorstand machte den Mitgliedern beliebt, dass er für seine dreitägige Reise künftig einen Beitrag in der Höhe von 1400 Franken aus der Verbandskasse erhält. Bisher hätten die Vorstandsmitglieder diese Kosten stets selber übernommen. «Vielleicht ist das eine Motivation, dass wir bei einem nächsten Wechsel im Vorstand leichter neue Kandidaten finden», scherzte Barmettler. Der Mitglieder- und Gastmitgliederbeitrag bleibt bei 80 Franken bestehen. Alle Geschäfte wurden einstimmig angenommen. Den Mitgliedern wurden zwei neue Werbemittel vorgestellt. Ein Flyer in Form einer Weinflasche soll neue Verbandsmitglieder werben. Eine Informationsbroschüre über das Gastgewerbe können die Gemeinden ihren ansässigen Wirten abgegeben.

Aufhellungen am Gastro-Himmel

Walter Höhener, Trésorier von Gastrosuisse berichtete vom Dachverband. Es gebe Anzeichen, dass die Talsohle im Gastgewerbe durchschritten sei. Faktoren wie der Frankenkurs, die Wirtschaft und das Wetter hätten sich positiv ausgewirkt. Die letzten Jahre hätten die Branche aber viel Substanz gekostet. «Wir stehen vor grossen Aufgaben wie Kostendruck, Regulierungsdichte und Fachkräftemangel.» Eine weitere Herausforderung sei die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Hier seien Nachbesserungen nötig, damit diese den Bedürfnissen der Gastronomie besser entspreche.


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