Spezialitätenmetzg plant Erweiterung inklusive Schaubereich

APPENZELL ⋅ Visiere künden es an: Die Breitenmoser Fleischspezialitäten AG will bauen. Die heutige Produktionsstätte ist für das wachsende Unternehmen zu klein geworden. Im geplanten Neubau will man auch einen Bereich für die Besucherinnen und Besucher schaffen.
07. Oktober 2017, 09:27

Als Barbara Ehrbar-Sutter im 2007 die Breitenmoser Fleischspezialitäten AG aus Appenzell übernahm, umfasste das Unternehmen mit der Produktionsstätte und einem Laden 14 Mitarbeitende. Inzwischen gibt es vier Läden, der jüngste eröffnete diesen März in Rorschacherberg. Jeder zusätzliche Laden brachte auch Mehrarbeit für die Produktion, so dass alles in allem heute 57 Mitarbeitende für die Breitenmoser Fleischspezialitäten AG tätig sind. Allein in der Produktion sind es 30 Leute. Und diese müssen inzwischen mit sehr engen Verhältnissen auskommen. Ein Neubau soll den Platzproblemen ein Ende setzen. Auf der Wiese gegenüber des heutigen Produktionsgebäudes in Appenzell Steinegg will das Unternehmen zwischen fünf und sechs Millionen Franken investieren. Das Baugesuch wurde gemäss Barbara Ehrbar Ende September eingereicht. Läuft alles rund, soll im Frühjahr 2018 der Spatenstich erfolgen und ein Jahr später der Neubau eröffnet werden können.

Beim Besuch selber wursten

Die Produktion würde in der Folge auf das heutige wie auch das neue Gebäude aufgeteilt. Gleichzeitig sei etwas für die Schweizer Fleischbranche bislang Einzigartiges geplant, führt die Geschäftsinhaberin aus. Konkret: Es soll einen Schaubereich geben, wie man es beispielsweise aus der Schaukäserei Stein kennt. Durch Glas hindurch werden die Gäste die Produktion verfolgen können. Überdies soll man viel Informatives über die Fleischbranche, die Geschichte der Firma und die Berufsbilder erfahren. Und noch mehr: Es soll auch die Möglichkeit geben, einmal selbst eine Siedwurst zu stossen und diese gleich vor Ort verköstigen zu können. Das könnte insbesondere auch bei Firmen- oder Schulausflügen auf Interesse stossen. Ein eigentlicher Restaurationsbetrieb ist hingegen nicht vorgesehen.

Letztlich wird man, so der Neubau Realität wird, dort auch die jetzt dezentral verteilten Lager zusammenführen.

 

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch


Leserkommentare

Anzeige: