Neuer Wohnraum geplant

HERISAU ⋅ Auf der Wiese zwischen dem ehemaligen Schützenhaus und dem Felsenweg soll ein Mehrfamilienhaus gebaut werden. Die Umzonung muss noch genehmigt werden.
03. Oktober 2017, 05:17
Andy Lehmann

Andy Lehmann

andreas.lehmann

@appenzellerzeitung.ch

Seit einiger Zeit künden Visiere an, dass an der Schützenstrasse beim Schützenhaus ein Neubau entstehen soll. Das Baugebiet liegt südöstlich über dem Herisauer Bahnhof. Westlich davon ist in den vergangenen Jahren eine reine Wohnüberbauung im Quartier Schägg entstanden. Im Zuge dieser Überbauung wurde ein Mehrfamilienhaus abgebrochen. Nun soll dieses an visierter Stelle ersetzt werden. Das Bauland ist in Gemeindebesitz.

Ebenfalls interessant: Das ehemalige Schützenhaus wird nicht mehr als solches genutzt. Die Gemeinde als Eigentümerin möchte das Schützenhaus für weitere Jahre als öffentliches Gebäude für Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Für das Schützenhaus sollen auch weiterhin In­vestitionen getätigt werden, um dessen Nutzung langfristig zu ­sichern.

Umzonung in Wohn- und Gewerbezone

Das Bauland, wo das neue Mehrfamilienhaus gebaut werden soll, liegt hauptsächlich in der Zone für öffentliche Bauten. Ein Neubau machte eine Umzonung in Wohn- und Gewerbezone WG3 nötig. «Die Änderung des Zonenplans wurde öffentlich aufgelegt. Da während der Planauflage keine Einsprachen eingingen, konnte der Gemeinderat den Teilzonenplan am 4. September erlassen und dem Departement Bau und Volkswirtschaft den Antrag auf Genehmigung stellen. Die Genehmigung des Teilzonenplans Schägg ist Voraussetzung, dass das bereits eingererichte Baugesuch geprüft und bewilligt werden kann.», sagt Andreas Irniger, Leiter Ortsplanung und Gemeindeentwicklung Herisau. Für den Teilzonenplan wird das Verfahren gemäss Art. 52 des Baugesetzes angewendet. Dies hat unter anderem folgende Gründe: Es werden keine öffentlichen Interessen verletzt, und die Fläche der Zonenplanänderung liegt mit 1402 m2 deutlich unter den zulässigen 3000 m2. Die neue Baufläche ist so gestaltet, dass eine optimale Nutzung möglich ist. Mit dem Ersatzbau soll die Bebauung Richtung Osten abgeschlossen und vom Schützenhaus distanziert werden. Mit einem Bauverbot wird eine Bebauung ostseits begrenzt und sichergestellt, dass ­zusammen mit den Schrebergärten und dem darüberliegenden Friedhof eine Grünzone erhalten bleibt. Innerhalb der nächsten zehn Jahre ist keine weitere Entwicklung auf dem Areal geplant, heisst es im Planungsbericht zum Teilzonenplan Schägg.


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