Mut mit Rose belohnt

GRUB ⋅ Preisträger der diesjährigen FDP-Rose sind Uschi und Niklaus Tobler. Das Ehepaar hat über 25 Jahre lang den Dorfladen geführt.
08. Januar 2018, 06:05
Patrik Kobler

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@appenzellerzeitung.ch

In so prominentem Rahmen wurden wohl erst wenige Appenzellerinnen und Appenzeller geehrt. Seit bald zwei Jahren verleiht die FDP Grub an ihrem Neujahrsapéro besonders verdienten Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern als Anerkennung die "FDP-Rose".

In diesem Jahr wurde diese Ehre Uschi und Niklaus Tobler zuteil. Das Ehepaar führte über 25 Jahre lang den Dorfladen und hat im vergangenen Herbst die Leitung in neue Hände übergeben. Zu den Gratulanten an der Verleihung am Samstag im "Ochsen" gehörten neben ehemaligen Rose-Preisträgern unter anderen Kantonsratspräsident Florian Hunziker, Ständerat Andrea Caroni, Nationalrat David Zuberbühler, Regierungsrat Alfred Stricker, die Gruber Gemeindepräsidentin Katharina Zwicker sowie die Gemeindepräsidenten von Heiden, Gallus Pfister, und Eggersriet, Roger Hochreutener. Mit den Einheimischen René Rohner und Erich Niederer waren zudem der Präsident des kantonalen Gewerbeverbandes beziehungsweise der Präsident der SRG Ostschweiz anwesend. Bei soviel Prominenz erstaunt es vielleicht nicht, dass Uschi und Niklaus Tobler die Rose zwar dankend entgegennahmen, aber selber keine grossen Worte verlieren wollten. Zumal die Präsidentin der FDP Grub, Susanne Lutz, ihn als den Zurückhaltenden und sie als die Frontfrau bezeichnete.
 

Das Ehepaar hat Mut und Herzblut bewiesen

Susanne Lutz war es auch, welche die Würdigung übernahm. Sie erinnerte daran, wie Einwohnerinnen und Einwohner dem Lädelisterben Einhalt bieten wollten und selber eine Dorfladen AG gründeten. Mitten im Dorf konnte die Liegenschaft der Garage Benz erworben sowie ein kleines Dorfzentrum mit Lädeli, Arztpraxis, Dorfstübli, Coiffeur und Tankstelle geschaffen werden. Es habe dann aber mutige Leute gebraucht, welche den Laden betreiben wollten. Das Ehepaar Tobler sei couragiert in die Hosen gestiegen und vom einen Tag auf den anderen zu Unternehmern geworden. Sie hätten das Geschäft aufgebaut, straff geführt und viel geleistet. "Damit ein Dorf lebt, braucht es Strukturen und Menschen wie euch, die etwas wagen und mit viel Herzblut, einem langen Atem und spritzigen Ideen dabeibleiben", sagte Susanne Lutz.

 


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