Heisse Öfen und Bügelflaschen

BRÜLISAU ⋅ Wenn Dreck spritzt und Motoren knattern, dann sind die Einachser auf dem Rundkurs unterwegs. Nebst guten Rundenzeiten wird mit einer Spezialdisziplin der Quöllbisch des Jahres ermittelt.
02. Oktober 2017, 05:18
Andy Lehmann

Andy Lehmann

andreas.lehmann

@appenzellerzeitung.ch

Zum zweiten Mal hatte die Föhngugge Brülisau gestern zum Quöllbisch-Cup geladen. Rund 100 Fahrer nahmen mit ihren Einachsergefährten den Rundkurs um das Bauernhaus Dämpfel unter die Räder. Gestartet wurde in fünf verschiedenen Kategorien. Die Fahrzeuge sind alle Originaleinachser, Rapid, Aebi und andere, sowie Eigenbauten mit Knicklenkung. Vor dem Rennstart wurden die Fahrzeuge von den Organisatoren unter die Lupe genommen und geprüft. Da es am Samstagabend stark regnete, wurden von der Rennleitung Schutzmassnahmen getroffen. «Wir haben die ganze Rennstrecke mit Plastikplanen abgedeckt, um die Wiese zu schonen», sagte Ralph Streule, der OK-Präsident. Das nasse Wetter hatte auch zur Folge, dass keine Probeläufe am Sonntagmorgen durchgeführt werden konnten. Ralph Streule hat das Präsidentenamt zum ersten Mal inne. Als Neuling auf diesem Gebiet wurde er bestens von seinen OK-Gspänli unterstützt. Speziell in der Vorbereitung war sicherlich, dass die Organisatoren für jede Wetterlage ein Konzept an das Amt für Umweltschutz einreichen mussten. Während die einen Motoren laut dröhnen, konnte man andere kaum hören, weil sie elektrisch betrieben wurden. Man sah die unterschiedlichsten Bauarten am Rennen.

Ein Ausscheidungsrennen mit Extraprogramm

Um den Quöllbisch 2017 zu ermitteln, kam eine Extradisziplin zum Zug. «Die Fahrer müssen mit einer Bügelflasche voll Benzin zuerst ihren Einachser betanken. Dann muss das Fahrzeug mit einem Strick angelassen werden. Wenn der Motor läuft, gilt es etwa 15 Meter bis ins Ziel zu fahren. Es treten immer zwei Fahrer gegeneinander an, und der Schnellere kommt eine Runde weiter», sagte Streule.

Das Rennwochenende hatte bereits am Samstag begonnen. Nahe der Seilbahnstation füllte sich die Wiese mit immer mehr Zelten. Es entstand ein grosses Fahrerlager. Am Abend wurde mit musikalischer Unterhaltung in der Turnhalle Brülisau das Einachserrennen gebührend vorgefeiert. «Es war ein langer Abend und die Stimmung toll. Die Rennfahrer verstehen sich bestens untereinander. Viele kennen sich, denn in der Schweiz werden jährlich etwa acht bis zehn Einachser-Rennen ausgetragen», freute sich der OK-Präsident.

Wenn der Anlass wieder erfolgreich sei, werde es wahrscheinlich auch im kommenden Jahr wieder einen Quöllbisch-Cup geben, so Streule.

Hinweis

quoellbisch-cup.ch


Leserkommentare

Anzeige: