Heiden meistert Babypause

APPENZELLERLAND ⋅ Während im Spital Herisau 2017 fast so viele Geburten wie im Rekordjahr 2016 verzeichnet wurden, hat sich die Zahl in Heiden halbiert. Doch die Entwicklung seit dem Neustart entspreche den Erwartungen.
Aktualisiert: 
06.01.2018, 20:00
06. Januar 2018, 08:08
Patrik Kobler

Patrik Kobler

patrik.kobler

@appenzellerzeitung.ch

«Babyboom in der Ostschweiz», titelte unlängst unsere Zeitung. Beinahe 2000 Kinder kamen im vergangenen Jahr am Kantonsspital St. Gallen zur Welt. Profitiert von diesem Boom auch der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden? Zur Erinnerung: Vor Jahresfrist verkündete er mit 1475 Geburten einen Rekord. Im Spital Heiden kamen 2016 676 und im Spital Herisau 799 Kinder zur Welt.

2017 konnte in Herisau der Rekord mit 784 Geburten fast egalisiert werden. In Heiden wurden hingegen nur noch 314 Geburten verzeichnet. «Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass wir im Spital Heiden im Sommer und Herbst aufgrund personeller Engpässe keine natürlichen Geburten mehr anbieten konnten», sagt Fred Rohrer, Leiter Marketing & Kommunikation beim Spitalverbund. Seit 1. Oktober ist die Geburtenabteilung wieder geöffnet. Die benötigten Ärzte und Hebammen hätten erfolgreich rekrutiert werden können. Rohrer: «Sehr kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Frauen wieder vor, während und nach der Geburt.» Der Spitalverbund ist mit der Entwicklung der Frauenkliniken zufrieden. Sie entspreche den Erwartungen. Doch es brauche noch etwas Zeit, bis man wieder an die Zahlen der vergangenen Jahre anknüpfen könne, sagt Rohrer.

Kantonsspital St. Gallen – keine grosse Konkurrenz

Die Geburtenabteilung am Kantonsspital St. Gallen ist modernisiert und den heutigen Bedürfnissen junger Familien angepasst worden. Spürt der Spitalverbund die Konkurrenz durch St. Gallen. «Nein», antwortet Fred Rohrer und verweist darauf, dass auch in Heiden die Geburtenabteilung renoviert worden sei. «Werdende Eltern fühlen sich sehr aufgehoben und geborgen in unserer Geburtenabteilung.» Nicht alle würden sich gleichsam wohlfühlen in einem Zentrumsspital. «Grundsätzlich kommen werdende Eltern nach Heiden und Herisau, wenn sie in einem familiären Umfeld ihr Kind auf die Welt bringen wollen.»

 


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