Grub sagt Ja zur Hängebrücke

VERBINDUNG ⋅ Die geplante Hängebrücke zwischen dem st. Gallischen und dem appenzellischen Grub kann gebaut werden. Beide Anstössergemeinden haben der Finanzierung zugestimmt.
27. November 2017, 05:19
Karin Erni

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Die Stimmbürger von Grub haben gestern die Kreditvorlage Hängebrücke Mattenbach mit 277 Ja zu 93 Nein-Stimmen angenommen. Gemeindepräsidentin Katharina Zwicker freut sich über die deutliche Zustimmung. «Wir waren zu Beginn des Projekts etwas unsicher über den Ausgang, aber an der sehr gut besuchten öffentlichen Versammlung haben wir eine positive Stimmung in der Bevölkerung gespürt.»

Das Projekt Hängebrücke über den Mattenbach zählt zu den Siegern eines Jubiläumswettbewerbs der St. Galler Kantonalbank. Diese wird sich mit 100000 Franken an den Gesamtprojektkosten von 460 000 Franken beteiligen. Die Anstössergemeinden Grub und Eggersriet übernehmen je 180 000 Franken. Bereits letzte Woche war klar, dass die Gemeinde Eggersriet, zu der Grub SG gehört, den Kredit genehmigt. Die Referendumsfrist, welche im Rahmen des Finanzreferendums öffentlich aufgelegen war, ist ungenutzt verstrichen. Roger Hochreutener, Gemeindepräsident von Eggersriet freut sich ebenfalls über das Abstimmungsergebnis. «Es ist ein verbindendes Element für die beiden Grub. Die Staatsgrenze ist sonst eher ein Hindernis.»

Nun kann mit der Umsetzung des Projekts begonnen werden. Die Arbeiten für die Hängebrücke werden öffentlich ausgeschrieben. Die Gemeinde müsse jetzt noch die Dienstbarkeiten regeln und den Richtplan für die Fuss- und Wanderwege ändern, sagt Katharina Zwicker. «Die Vorarbeiten sind alle schon gemacht.» Für die Erstellung wird mit einer Bauzeit von rund sechs Wochen gerechnet. Die Brücke dürfte noch im Jahr 2018 eingeweiht werden können.

Gut für Natur und Tourismus

Mit der geplanten Hängebrücke wird das Wandergebiet rund um den Fünfländerblick um eine touristische Attraktion reicher. Vor rund drei Jahren wurde die Brücke im Tobel des Mattenbachs durch ein Unwetter zerstört und musste gesperrt werden. Seither ist der Wanderweg zwischen den beiden Grub nicht mehr begehbar. Mit der Hängebrücke kann das Tobel des Mattenbachs in einer Höhe von rund 50 Meter überwunden werden. Für Katharina Zwicker ist die Brücke, die nur einmal im Jahr kontrolliert werden muss, wirtschaftlicher als der Unterhalt des alten Wanderwegs im rutschgefährdeten Gebiet. Roger Hochreutener findet, die Brücke sei auch für die Natur besser. «Das Biotop im Tobel kann sich nun ungestört entwickeln.»


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