Ausserrhoden will Energieverbrauch um ein Viertel reduzieren

AUSSERRHODEN ⋅ Die Ausserrhoder Regierung hat das Energiekonzept 2017-2025 genehmigt. Die Summe von einer Million Franken jährlich für die Energieförderung wurde in der Vernehmlassung als zu tief kritisiert.
06. Juni 2017, 13:31
Bis 2025 soll der Pro-Kopf-Energieverbrauch um 25 Prozent reduziert werden, der Stromverbrauch im gleichen Zeitraum um 6 Prozent. Zudem soll mit Wasserkraftwerken rund 7 GWh pro Jahr und mit erneuerbaren Energien 32 GWh pro Jahr Strom produziert werden, heisst es im Bericht der Regierung an den Kantonsrat.

Die Ziele sollen einerseits durch Vorschriften, finanzielle Anreize oder flankierende Massnahmen erreicht werden. Dazu sind etwa erhöhte Anforderungen an die Gebäudehüllen und die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien in und an Gebäuden vorgesehen. Als weitere Massnahme soll die kantonale Förderung intensiviert werden.
 

Keine zusätzlichen Fördergelder

Die Kosten für die Umsetzung des Energiekonzepts werden auf rund eine Mio. Franken pro Jahr geschätzt. Die meisten Vernehmlassungsteilnehmenden begrüssten das geplante finanzielle Engagement, schätzen jedoch die Höhe der geplanten Mittel als zu knapp ein. Aufgrund der aktuellen finanziellen Lage des Kantons sowie der neu organisierten finanziellen Beteiligung des Bundes werde am prognostizierten jährlichen Mittelbedarf festgehalten, heisst es im Bericht weiter.

Ab 2018 erhält Appenzell Ausserrhoden für das Energieförderprogramm vom Bund jährlich einen Sockelbeitrag proportional zur Bevölkerung von rund 600'000 Franken. Jeder weitere Franken, den der Kanton in die Energieförderung investiert, ergänzt der Bund mit zwei Franken aus der nationalen CO2-Abgabenkasse. 

Ausgehend von der Kostenprognose des Energiekonzepts benötigt der Kanton je eine halbe Mio. Franken pro Jahr für das schweizweit harmonisierte Förderprogramm (HFM) sowie für die Förderung der beiden Konzept-Schwerpunkte Ausbau Photovoltaik und Stromspeicherung. Insgesamt (Bund und Kanton) sind dafür künftig pro Förderjahr durchschnittlich 2.6 Mio. Franken erforderlich. 

Der Regierungsrat hat das überarbeitete Konzept genehmigt und zuhanden des Kantonsrats verabschiedet. Dieser wird voraussichtlich am 25. September über das Energiekonzept 2017-2025 befinden. (sda)

1Leserkommentar

Anzeige: