Ausserrhoden fördert Palliative Care für Schwerkranke

HERISAU ⋅ Appenzell Ausserrhoden fördert die Palliative Care für unheilbar kranke Menschen. Die Regierung hat dazu ein Konzept genehmigt. Die darin enthaltenen Massnahmen sollen die künftige palliative Versorgung im Kanton sicherstellen.
11. Juli 2017, 13:17
Palliative Care umfasst sämtliche Massnahmen, die das Leiden eines unheilbar kranken Menschen lindern und ihm Lebensqualität bis zuletzt ermöglichen. In verschiedenen Ausserrhoder Gemeinden werde Palliative Care bereits angeboten, heisst es in einer Mitteilung der Kantonskanzlei vom Dienstag.

Lokale Netzwerke bestehen oder befinden sich im Aufbau. Das Konzept wurde vom Departement Gesundheit und Soziales zusammen mit dem Verein Palliative Ostschweiz, Leistungserbringern, Spitalverbund, Kirchen und Gemeindepräsidenten erarbeitet und von der Regierung genehmigt. Die nötigen Mittel sollen mit dem Budget 2018 gesprochen werden.
 

Regionale Foren

Für 2018 und 2019 sieht das Konzept die Durchführung von drei regionalen Palliative-Care-Foren vor, damit sich Leistungserbringer in der palliativen Grundversorgung vernetzen können und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert wird. Schwerkranken und sterbenden Menschen soll ein mobiler Palliative-Care-Dienst rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Bei Bedarf sollen sie auch uneingeschränkt Zugang zu einem Pflegeplatz in einem Sterbehospiz erhalten. Weiter sieht das Konzept vor, dass Personen mit direktem Patientenkontakt dafür ausgebildet werden. Die Ziele und Massnahmen werden laut Kanton gestaffelt realisiert und finanziert. (sda)

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