Auf der Meglisalp wird gebaut

APPENZELL INNERRHODEN ⋅ Das 120-jährige Berggasthaus Meglisalp wird umgebaut und mit einem Anbau ergänzt. "Der Neubau soll den veränderten Gästebedürfnissen gerecht werden und trotzdem den Charakter des Berggasthauses bewahren", schreibt die Wirtefamilie.
15. September 2017, 14:08
Mit dem Um- und Anbau werde die Kapazität aber nicht ausgebaut, schreibt das Wirtepaar in einer Ankündigung. Nach wie vor sollen rund 130 Personen auf der Meglisalp schlafen können. Die Massenlagerplätze werden dabei teils durch Doppel- und Familienzimmer ersetzt. Die Arbeiten dauern rund drei Jahre. 

"Zum Neubau lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht allzu viel sagen, das Projekt steckt noch im Konzeptstadium", heisst es in der Mitteilung. "Nur soviel ist der Bauherrschaft klar: Die Meglisalp ist ein Berggasthaus und soll eins bleiben. So sind keine Komfortzimmer geplant, sondern einfache, aber geräumige Doppel- und Familienzimmer mit schlichtem, aber zeitgemässem Komfort."

Vor 120 Jahren wurde der Neubau der "Kuranstalt Meglisalp" mit der Ausgabe von Zeddeln finanziert. Zoom

Vor 120 Jahren wurde der Neubau der "Kuranstalt Meglisalp" mit der Ausgabe von Zeddeln finanziert.

Als Grund gibt das Wirtepaar die "markant veränderten Bedürfnisse nach Platz und Privatsphäre der Gäste des 21. Jahrhunderts" an. Im besten Fall seien der Um- und Anbau bis 2020 realisiert.
 

Finanzierung wie anno dazumal

Nebst der bereits zugesicherten Bankfinanzierung will die Bauherrschaft das Eigenkapital mittels privaten Darlehen aufstocken. Mit dem «Meggelin-Zeddel» knüpfen sie wie vor 120 Jahren an die Tradition ihres Ururgrossvaters an. Damals wurden Bauprojekte mit den in Innerrhoden noch heute verbreiteten «Zeddeln» finanziert.

Die vom Berggasthaus angebotenen Investitionsmöglichkeiten sind im Prinzip Darlehen, welche in Form von Naturalien oder bar verzinst werden. Ein «Meggelin-Zeddel» ist 5000 Franken wert und wird jährlich mit 3,5% in Form eines übertragbaren Gutscheins verzinst. (tn)

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