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Tagblatt Online
6. September 2016, 19:25 Uhr

Drei Meter hoher Halbmond auf Alpsteingipfel sorgt für Empörung

Der Appenzeller Künstler Christian Meier hat auf dem Gipfel der Freiheit einen leuchtenden Halbmond installiert. Die Skulptur erhitzt die Gemüter von Wanderern und Behörden. Innerhalb einer Woche soll der drei Meter hohe Halbmond wieder verschwinden.

Berggänger lassen sich laut "FM1-Today" auf einer Wanderplattform über den beleuchtbaren Halbmond aus: "Ich verstehe nicht, wie man einen Berg derart entstellen kann." Neben der leuchtenden Skulptur auf dem 2140 Meter hohen Gipfel der Freiheit wurden ausserdem Solarpanele installiert. "Eine bodenlose Frechheit" oder "Sauerei" lauten einige der Kommentare.

Laut Bewohnern handelt es sich um eine Kunstaktion eines Appenzeller Künstlers. Dies bestätigt auch der Innerrhoder Landammann Roland Inauen. "Wir haben bereits das Gespräch mit dem Künstler gesucht." Er habe zugesichert, die Installation innerhalb einer Woche wieder zu entfernen. Wer der Künstler ist, wollte Inauen aber nicht sagen.

Künstler meldet sich zu Wort
Laut "TVO" habe der Appenzeller Künstler Christian Meier die Skulptur mit einem Helikopter auf den Gipfel der "Freiheit" gebracht. Als blühender Atheist stehe er nach wie vor hinter seiner provokanten Kunstaktion. Die Idee sei ihm auf einer Wanderung gekommen, bei dem ihm immer wieder Gipfelkreuze aufgefallen waren.
Sanktionen muss dieser laut dem Landammann nicht befürchten. "Wenn er den Halbmond abmontiert, gibt es auch keine Busse", so Inauen.

Dass die Kunstaktion ohne Bewilligung durchgeführt wurde, ist nachvollziehbar. Laut Inauen habe es in der Vergangenheit mehrere Gesuche ähnlicher Art gegeben. "Diese sind aber grundsätzlich alle abgelehnt worden", sagt der Landammann.

Skulptur muss weg
In einer Mitteilung informierte der Kanton Appenzell Innerrhoden am Dienstagnachmittag über die ungewöhnliche Aktion: Der Halbmond sei vergangene Woche montiert worden. In der Nacht leuchte die Skulptur ausserdem während rund 90 Minuten hell. Eine Bewilligung habe der Künstler für die Aktion nicht eingeholt: Er habe aber versprochen, die Installation innerhalb einer Woche zu entfernen. (jor/tn)

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dzaugg (08. September 2016, 11:07)
Der junge Mann ist Atheist

Nichts gegen Atheisten! Der Mond regt zum Träumen an, in dieser Form ist er aber bloss das Symbol für den Islam. Im Islam haben Atheisten kein Recht auf Leben. Ein dumm bis idiotischer Umgang mit Symbolen!

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MitdenkerSG (08. September 2016, 18:48)
@Dzaugg stimmt doch gar nicht

Das stellt ein weisses Gipfeli vor dem backen dar und ist eine Werbekampagne des AI Bäckerverbandes. Sarkasmus off//
Islam Mondsicheln sehen anders aus.

Wer als Werkzeug nur eine Hammer hat sieht eben in jedem Problem eine Nagel.
Manche sehen die Gläser halbleer die Andere halbvoll nennen. Wie die Einen Viertelmonde eben Halbmonde nennen weil sie es so sehen wollen.

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unbekannt (08. September 2016, 10:43)
Halbmond

Ob Herr Meier den Namen Künstler überhaupt verdient sei dahingestellt. Was mich vielmehr ärgert ist, dass solche eingebildeten Selbstdarsteller überhaupt eine Plattform bekommen, um sich in Szene zu setzen. Wäre es nicht wesentlich sinnvoller, solche selbsternannten "Künstler" einfach zu ignorieren deren Exponate einfach kommentarlos verschwinden zu lassen; nach dem Motto: Ausser Spesen nichts gewesen

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Ziko (07. September 2016, 20:01)
Provokation in Reinkultur

Der Halbmond auf der Freiheit hat mit Kunst nichts gemein, ist reine Provokation. Dass sich das die Behörden jetzt noch eine Woche lang bieten lassen, ist unverständlich.

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MitdenkerSG (08. September 2016, 18:51)
@Ziko also ich sehe es als absolute Kunst an...

einen Viertelmond als Sichel darzustellen den dann alle als Halbmond sehen. zwinkern

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herculo (07. September 2016, 19:02)
Wo bleibt der Hammer?

Dann wüssten wir endlich, dass 1989 der Sozialismus nicht überwunden wurde, sondern Richtung Westen voll durchgestartet ist!
P.S. Kann er nicht mal den fetten Vadian unter eine Burka packen (Reize bedecken)? Dieser Reformator ist doch die grösste Provokation für die Gallusstadt!

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gerechtigkeits-suche (07. September 2016, 16:46)
Man tut was man will !

Mir geht es nicht um die Art des sogenannten Kunstwerkes, sondern darum wo es aufgestellt wurde und wie. Wie dem Text zu entnehmen ist wurde es sogar mit einem Helikopter dorthin gebracht. Wer gab die Bewilligung für diesen Flugtransport, wer gab die Bewilligung für die Montage dieses Gebildes ? Fauler Zauber, dass dies alles ohne Bewilligung passiert ist. Wer ist für solche Bewilligungen verantwortlich ? Bestimmte Leute können einfach tun und lassen was Sie wollen. Vetterliwirtschaft regiert die Welt. Der kleine Mann braucht für jeden Mist eine Bewilligung und muss dafür zahlen oder wird bestraft. Es gäbe noch einiges an Gesetzeswiedrigkeiten zu erwähnen, aber mir reichts !

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MitdenkerSG (07. September 2016, 09:09)
Eigentlich noch hochinteressant die Geometriekenntnisse

wil da etwa ein Schreibeling etwas suggerieren und alle schlagen gleich ins gleiche Loch.
1. Vollmond = Vollkreis beleuchtet
2. Leermond = faktishc gar nicht beleuchtet
3. Haldbmond = Halbkreis beleuchtet 50%
4. Viertelmond= in etwa das was auf dem Foto ist also 25% beleuchtet.
Da das Kunstwerk als zunehmender Mond gezeigt ist bestehen ja ev auch bei den Interprätationen auch noch Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Hinsicht.
Übrigens grüsse an alle anderen Gipfelinstallationen die wohl zum grössten Teil ohne Bewilligungen dort stehen (Gipfelkreuze) oder temporäre Installationen wie die 1. Augustfahne am Säntis. Vielleicht wird ja der zunehmende Viertelmond ein Symbol für Tolleranz im Wechselspiel von unterbelichtet zu überbelichtet oder ein Symbol für die Suggestion von Gesetzen und Bewilligungen wo es gar keine braucht (für 1-2 Wochen)
Die Freiheit ist ja schon mal vom Namen her symbolträchtig.

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dreiaugensehenmehralseins (06. September 2016, 22:27)
auf fast jedem gipfel ein kreuz-ärgernis

den halbmond oder sichelmond sieht unser auge nur, wenn die nicht ewige sonne ihn bescheint: also kein ärgernis von dauer!
das angebliche zum kreuz geformte holzstück auf manchen noch europäischen berggipfel muss auch nicht ein ärgernis von dauer bleiben.der holzpfeil in die übermenschlichen freud-und leidspähren ganz weit über unseren menschenköpfen kann auch für einen sogenannten freiwilligen atheisten eines tages zum ungeliebten, aber vorübergehend akzeptierbaren wegweiser mutieren.nicht vergessen:holz ist heimelig !

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zombie1969 (06. September 2016, 19:03)
Empörung

Empörung!
Kann sein. Man wird sehen was z. B die Zeitschrift "Charlie Hebdo" daraus macht, wenn sie Wind von der Sache bekommt...

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MitdenkerSG (06. September 2016, 19:01)
Bravo!

Es regt offenbar wenigstens einige graue Zellen zur Aktion an und das ist ja das was gewollt war.
Aktion gelungen, einige Frontbürger der Angst und Wutfraktions sind schon mal erwacht und ärgern sich über dei fehlende Bewilligung.
Morgen dann wieder Aufregung weil dei Polizei Radar macht was ja dann auch Gesetz ist.
Freude herrscht auf dem Alpsteingipfel.

Im übrigen mit Isalm hat es nichts zu tun... es sollte (weil Mondsichel) die Unterbelichteten anregen.

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Holderio (06. September 2016, 19:41)
Aha Mitdenker

Sonst immer auf der Rechtsstaatseite, jedoch trotzdem gegen sie.

Nachher gleicher Meinung oder schlimmer und, und , und..

Später gegen Schreiber die das Selbe sagen und nachher wieder nicht.

Ihre Jungen werden froh sein, wenn sie das Büro nicht mehr betreten...

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MitdenkerSG (07. September 2016, 08:57)
@Holderio Sorry kann Ihrem Text leider nicht folgen....

ist wohl nicht nur für mich nicht zu verstehen.
Was ich aber verstanden habe: Wenn der Rechtsstaat findet er müsse den Künstler, der keien Bewilligung eingeholt hat für dei Aktion von 1 oder 2 Wochen büssen und dazu auch die Rechtsmittel hat dann soll der Rechtsstaat das auch tun.
Ich glaube aber kaum dass es ein Gesetz dagegen gibt, denn es ist ja keien Installation vorn Dauer (sogar sehr kurzer Dauer vergleichbar mit Sportfestbauten etc).
Es wird dann aber wohl auch die Frage laut gestellt werdne können wie es um die Bewilligungen der Gipfelkreuze, der 1. August Fahnen am Säntis etc steht.
Ich erinnere da gerade noch an die Matterhorn Hörnligrat Beleuchtung.
Sie überraschen mich immer wieder Holderio mit Ihren Kenntnissen zu meiner oder anderer Lebensituationen, wohl kaum jemand liegt derart daneben wie Sie.

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mecxx (06. September 2016, 18:44)
Luxusprobleme

Es scheint, wir hätten nur noch Luxusprobleme. Schau, wie sich Leute ab so einem Spässchen künstlich aufregen können. Ich lach mich krumm.

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Gueming (06. September 2016, 18:36)
Logik ?

Ihrer Logik zu folge, könnte man dann auch ein Hakenkreuz aufstellen, das ja ein uraltes Symbol, ein „Svastika" aus dem Sanskrit das Glück bedeutet. Auch die Minoer haben es verwendet.

Weder ein Hakenkreuz (Nazi) noch ein Halbmond (Islam) gehören auf den Berg.Denn es zählt dass, was die Mehrheit damit assoziiert..

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roli4711 (06. September 2016, 19:31)
Logik?

Ich nehme an, dieser Beitrag bezieht sich auf meinen Eintrag. Hier sollten Sie das von Ihnen als minoische Variante der Swastika anschauen. Diese ist entweder gegen den Uhrzeigersinn bzw. durch Verlängerung des Kreuzes erheblich von Ihrer "Hakenkreuz"-Variante entfernt. Im Hinduismus hat es meistens Punkte. Also merkt man ziemlich schnell, was ein "Hakenkreuz" bzw. eine Swastika ist.

Aber genau Ihre Definition von "Swastika" = "Nazi" und "Halbmond" = "Islam" ist so einfach wie stupid. Wobei ich Ihnen in einem Punkt recht geben muss: Ein Swastika-Kreuz von der gegenüberliegende Seite könnte ein Hakenkreuz sein! Ein Mondsichel bleibt eine Mondsichel.

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mecxx (06. September 2016, 18:21)
Luxusprobleme

Es scheint, wir hätten nur noch Luxusprobleme. Schau, wie sich Leute ab so einem Spässchen künstlich aufregen können. Ich lach mich krumm.

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roli4711 (06. September 2016, 18:00)
Auch für mich keine Kunst, aber...

das Geschrei, das hier wieder veranstaltet wird, basiert wahrscheinlich darauf, dass es eine Mondsichel ist. Und diese Mondsichel deutet wiederum auf den Islam hin - so die Meinung vieler.

Hört doch mal auf. Bei allen islamischen Mondsicheln, die diese Form haben, ist die Öffnung in der Horizontalen und nicht wie hier diagonal nach oben. Und ebenfalls fast immer hat es noch einen Stern. Wenn noch eine Palme da wäre, würde es am ehesten an die Flagge des US-amerikanischen Bundesstaates South Carolina erinnern. Und da hat es herzlich wenig Muslime.

Ich denke eher, dass dieser "Künstler" einen "schweizerischen" Mondaufgang im Alpstein stilisieren wollte.

Hingegen finde ich es auch sehr verwirrend, dass dieses "Kunst-Objekt" solange stehen darf, vor allem auf einem Berggipfel. Wenn es da mal anfängt zu stürmen, möchte ich nicht wissen, was mit diesen schweren Objekten (Mond, Solarpanels) alles passieren kann!

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orell (06. September 2016, 17:41)
Halbmond auf Alpsteingipfel!

Absolute Frechheit gegenüber uns Bürgern, welche für jeden 'Farbanstrich' oder Aehnliches eine Baubewilligung einholen müssen.Ohne hohe Busse sollten Machenschaften dieser 'Unart' geahndet werden!

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