Wahlkampf um Innerrhoder Bauherrenamt

LANDSGEMEINDE ⋅ Fefi Sutter und Ruedi Ulmann wollen Innerrhoder Bauherr werden. Sie haben die Unterstützung des Gewerbe- und des CVP-Vorstandes. Ob auch deren Basis beide nominiert, zeigt sich Anfang April.
14. März 2017, 15:43

Roger Fuchs
roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch


«Wir wollen der Landsgemeinde eine Auswahl bieten. Deshalb empfiehlt der Vorstand des Innerrhoder Gewerbeverbandes zwei Personen zur Wahl als Bauherr und Nachfolger von Stefan Sutter», sagt Markus Sutter, Vizepräsident des Gewerbeverbandes. Einer der Kandidaten ist Fefi Sutter, Leiter der Sparte Immobilien bei der Altrimo AG, der andere Ruedi Ulmann, Gastroleiter bei Golf Gonten.

Kandidat Fefi Sutter aus dem Bezirk Schwende. Zoom

Kandidat Fefi Sutter aus dem Bezirk Schwende.

Während Fefi Sutter, Jahrgang 1963, bereits vor zwölf Jahren einen Anlauf auf diesen Sitz in der Innerrhoder Standeskommission unternommen hatte, ist es für Ruedi Ulmann, Jahrgang 1969, der erste Versuch. Beide sind Mitglied des Grossen Rates und können auf langjährige Bezirksratstätigkeiten zurückblicken. Ob die Basis des Gewerbeverbandes ebenfalls hinter dem Zweierticket steht, entscheidet sich am 5. April. Einen Tag zuvor wird der Vorstand der Innerrhoder CVP dieselben Kandidaten ihren Mitgliedern zur Nomination vorschlagen. «Beide sind bestens qualifiziert und bieten Gewähr, dass auch in den nächsten Jahren das Baudepartement in guten Händen ist», gibt sich CVP-Präsident Ruedi Angehrn überzeugt.

Kandidat Ruedi Ulmann aus dem Bezirk Gonten. Zoom

Kandidat Ruedi Ulmann aus dem Bezirk Gonten.

Fefi Sutter wie auch Ruedi Ulmann sind auf verschiedene Art und Weisse mit der Bauwirtschaft vertraut: Bei Sutter ist diese einerseits seit 35 Jahren beruflicher Mittelpunkt, andererseits war er 2005 bis 2012 Mitglied und Präsident der parlamentarischen Kommission für öffentliche Bauten, Verkehr, Energie, Raumplanung und Umwelt. Seit 2012 wird diese Kommission vom Gegenkandidaten Ruedi Ulmann präsidiert. Überdies steht Ulmann seit 2014 der neu geschaffenen Baukommission Inneres Land vor. Die anstehenden Bauprojekte − Spital, Polizei, Verwaltung, Hallenbad − seien sicher herausfordernd, doch es komme auch nicht alles auf einmal, sagt Ulmann. Zudem sei es wichtig, dass man als Mitglied der Standeskommission über Führungserfahrung verfüge. Diese spricht sich auch Fefi Sutter zu. Seit dem zweiten Lehrjahr sei er in Führungspositionen mit einer sich variierender Anzahl an Mitarbeitenden.

Um für die Standeskommission kandidieren zu können, mussten beide diverse Vorabklärungen treffen, schliesslich handelt es sich um ein Halbamt. Fefi Sutter wird bei einer Wahl in die Standeskommission die Leitung der Sparte Immobilien bei der Altrimo AG behalten, jedoch Beratungsmandate abgeben − insbesondere bei Projekten, in welche die Standeskommission als eine der Instanzen involviert ist. Ruedi Ulmann legte kürzlich das Gastropräsidium in neue Hände. Das Tourismuspräsidium würde er bei einer Wahl ebenso weiterreichen.

Andere Gruppierungen ohne Kandidaten

Die Bauern und die Arbeitnehmer sind bei der Suche nach einer Nachfolge für Stefan Sutter noch nicht fündig geworden. «Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir keinen Kandidierenden stellen können», so Thomas Mainberger, abtretender Arbeitnehmerpräsident. Noch sei das letzte Wort aber nicht gesprochen.

Ganz ähnlich tönt es beim Bauernverband Appenzell. «Aller Voraussicht nach haben wir keinen Kandidaten», hält Präsident Sepp Koch fest, der vor wenigen Tagen das Amt von Sepp Neff übernommen hat.


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