Steinböcke im Visier

ALPSTEIN ⋅ Bis jetzt waren Wildhüter dafür besorgt, dass der Steinbockbestand im Alpstein nicht überhand nimmt. Für diesen Oktober sind erstmals auch Jägerinnen und Jäger nach strengen Kriterien zugelassen. Sie dürfen vier bis fünf Tiere schiessen.
20. Februar 2017, 14:40
Christa Kamm-Sager
180 Tiere. Das ist die angestrebte Zielgrösse an Steinböcken für den Alpstein. Derzeit leben an die 150 Tiere rund um den Säntis, wie Ueli Nef von der Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Appenzell Innerrhoden sagt. Eine Studie zur Steinwildkolonie von Wildtierbiologe Peter Meile kommt zum Schluss, dass eine Population von 150 bis 200 Tieren genügend Nahrung findet im Alpstein. "Um den Bestand in dieser Grössenordnung zu halten, werden die Tiere jedes Jahr mehrmals gezählt und dann entscheiden wir, wie viele Tiere erlegt werden", sagt Ueli Nef. Seit 1992 bis heute ist der Bestand an Steinböcken am Säntis in etwa gleich geblieben: Zwischen 121 (2004) und 191 (1994) Tieren.

Mindestens fünf Hochjagdpatente
Bis jetzt haben Wildhüter und Jagdaufseher für die Regulierung des Steinbockbestandes in Appenzell Innerrhoden gesorgt. Für die Jagd in diesem Oktober hat die Standeskommission entschieden, die Steinbockjagd für Jägerinnen und Jäger mit mindestens fünf Hochjagdpatenten zuzulassen. Wer diese Kriterien erfüllt, gewillt ist, eine obligatorische Feldbegehung im Alpstein mitzumachen und seit sechs Jahren keine Steinwildjagd ausgeübt hat, wird zur Auslosung zugelassen. Welche Tiere erlegt werden, richtet sich nach dem Konzept für einen nachhaltigen Umgang mit dem Steinwild am Säntis.

Zulosung für ein Jahr
Steinböcke seien im Alpstein ab 1950 angesiedelt worden. Die drei Kantone rund um den Säntis sprechen sich in Sachen Regulierung des Steinwildbestandes ab. Bis zur Jagdsaison im Oktober kann sich der Bestand an Steinböcken aus verschiedenen Gründen noch verändern. Die Zulosung für den Abschuss gilt nur für ein Jahr. Das Reglement über die Steinwildjagd wurde von der Standeskommission am 31. Januar bewilligt. Es gilt bis im Jahr 2021.

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