naturheilkunde im appenzellerland

Propolis – das stärkste natürliche Antibiotikum

09. Juni 2011, 01:03

Kittharz ist ein weiteres wertvolles Produkt aus der Apotheke der Bienen und in der Medizin seit dem Altertum bekannt. Das Wort Propolis bedeutet im Griechischen vor der Stadt und deutet damit seine Wirkung an: ein Schutz gegen jegliche Eindringlinge. Die Bienen sammeln das Pflanzenharz in erster Linie von den Knospen der Bäume und Sträucher – in unserer Region v. a. der Pappeln, Birken, Weiden und Tannen – und vermischen diesen Rohstoff mit Wachs und eigenen Sekreten zum Kittharz. Damit dichten sie ihren Bienenstock ab und schützen ihn gleichzeitig gegen Pilz- und Schimmelbefall.

Auf den menschlichen Organismus übertragen, bedeutet dies, dass Propolis unser Immunsystem derart stärken kann, dass unerwünschte Erreger wie Bakterien, Viren, Würmer oder Pilze in unserem Körper keinen Schaden anrichten. Deshalb ist der Kittharz das stärkste und wichtigste Antibiotikum der Naturmedizin – ein biologisches Breitbandantibiotikum!

Seine Wirkung wurde in über hundert wissenschaftlichen Studien nachgewiesen und hat sich als Alternative zu chemischen Wirkstoffen erwiesen. Weil Propolis dank seiner Kombination von mehr als 300 Inhaltsstoffen wirkt, besteht keine Gefahr einer Resistenzbildung. Diese verursacht in der Schulmedizin bekanntlich immer grössere Probleme. Ausserdem eignen sich Zubereitungen aus Kittharz als günstige Alternative in Ländern, wo chemische Antibiotika fehlen.

Wie kann nun dieses Naturheilmittel angewendet werden? Die innerliche Anwendung von Propolis als Tinktur oder rohes Pulver eignet sich bei vielen Arten von Infektionen, speziell jedoch bei Herpes, Entzündungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich, Erkältungen und Grippe – sei es die Vogel-, Schweine- oder wie auch immer Grippe. Kapseln mit Kittharz eignen sich bei Pilzerkrankungen oder Entzündungen im Verdauungsbereich – also bitte keine Angst vor EHEC! Schliesslich sind Inhalationen von Propolis eine wirksame Abwehr gegen Entzündungen in Rachen, Bronchien oder Lungen. Die äusserliche Anwendung in Form von Salben empfiehlt sich zum Beispiel bei Pilzerkrankungen, Furunkeln oder Hautausschlägen wie Ekzeme oder Schuppenflechte.

Wie alle stark wirksamen Substanzen kann Propolis in seltenen Fällen eine allergische Reaktion auslösen, deshalb ist bei einem erstmaligen Gebrauch vorsichtshalber immer eine minimale Dosis einzunehmen.

Schliesslich kann Propolis auch als Schutz gegen Schimmelbefall im Holzbau eingesetzt werden, zum Beispiel in einer zehnprozentigen Mischung mit Leinöl zur Fassadenbehandlung.

Gregor Schraner, Herisau


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