Neuer Präsident für Gastro AI

INNERRHODEN ⋅ Nach 13 Jahren gibt Ruedi Ulmann sein Amt als Wirtepräsident ab. Sein Nachfolger stammt aus einer bekannten Appenzeller Hoteliersfamilie.
01. Februar 2017, 07:20
Karin Erni
Die Hauptversammlung des Innerrhoder Wirteverbands Gastro Appenzellerland AI fand am Montag im Restaurant Anker in Unterschlatt statt. Präsident Ruedi Ulmann gab seinen Rücktritt bekannt. Er übernahm 1999 das Amt des Rechnungsrevisors, wurde 2001 Kassier und ist seit 2004 Präsident. Als Nachfolger wählten die 29 anwesenden Mitglieder den Appenzeller Hotelier Stephan Sutter. Der 33-Jährige ist seit einem Jahr Vorstandsmitglied von Gastro AI und leitet seit 2014 das Hotel Appenzell am Landsgemeindeplatz. Als neues Vorstandsmitglied wurde Daniel Geiger, Gastgeber im «Anker» Unterschlatt, gewählt.
Die Rechnung von Gastro Appenzellerland AI schliesst bei Einnahmen von gut 37900 Franken und Ausgaben von gut 33400 mit einem Gewinn von gut 4400 Franken. Der Erlös aus dem Wirte-, Wasser- und Händlerrappen beträgt rund 24770 Franken, davon werden 15000 Franken an Appenzellerland Tourismus abgegeben. Mit dem Erlös des Wasserrappens soll unter anderem ein Projekt unterstützt werden, das die Erstellung von einheitlichen und qualitativ hochwertigen Innen- und Aussenaufnahmen aller angeschlossenen Restaurant- und Hotelbetriebe für die Homepage zum Ziel hat. Gastro Appenzellerland AI rechnet mit Kosten von 8000 bis 10000 Franken. Je einen Drittel der Kosten übernehmen die Betriebe, Appenzellerland Tourismus AI und Gastro Appenzellerland AI.

Neue Lösung für Speiseabfälle
Gute Neuigkeiten in Sachen Entsorgung von Speiseabfällen hatte Fredy Mark, Leiter des Amts für Umwelt, zu verkünden. Innerrhoden verfüge mit der Entsorgung in Schwellbrunn bereits jetzt über die wirtschaftlichste Branchenlösung, so Mark. Der Kanton plane nun einen neuen Standort an der Sammelstelle im Ökohof Appenzell. Somit könnten die Gastronomen künftig alle Abfälle am selben Ort entsorgen, und weil die Abfälle vor Ort zu Biogas verarbeitet würden, komme die Entsorgung künftig vielleicht sogar noch günstiger. Guido Buob, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AI, sprach von einem guten, wenn auch nicht sehr guten Jahr 2016. Die Logiernächte seien in der Periode von Januar bis Ende November um drei Prozent gestiegen. In der gesamten Schweiz seien sie in diesem Zeitraum dagegen um 0,5  Prozent gesunken. Auch dieses Jahr seien bei Appenzellerland Tourismus wieder für 800000 Franken Gastrogutscheine abgegeben worden, die zu 80 Prozent in der Gastronomie eingelöst worden seien. Die Geschäftsstelle müsse nun aber eine neue Software für mehrere 10000 Franken kaufen. Der Kanton habe zugesichert, aus dem Tourismusförderungsfonds einen grossen Beitrag zu leisten.

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