Naturheilkunde im Appenzellerland

Milch in der Ernährung

14. Oktober 2010, 01:01

Die Muttermilch ist die Nahrung erster Wahl für das Neugeborene. Sie enthält alles, was das Baby braucht. Die Muttermilch ist je nach Entwicklungsstadium des Kindes anders zusammengesetzt. Schon während einer Brustmahlzeit variiert die Milchqualität.

Milch ist die Bezeichnung für die Nährflüssigkeit der Säugetiere. Die Kuhmilch hat mit der Muttermilch wenig bis keine Ähnlichkeit, sowenig wie Mandelmilch oder Reismilch mit Milch zu tun hat. Die Nährstoffzusammensetzung ist anders. Muttermilch enthält im Gegensatz zu Kuhmilch mehr Zucker, weniger Eiweiss und weniger Mineralien.

Die Kuhmilch wird für den Säugling zur Flaschennahrung adaptiert, das heisst dem Verdauungstrakt des Säuglings künstlich angepasst.

Allerlei Tricks

Die Entwicklung der Milchwirtschaft begann vor 10 000 Jahren in Asien und vor circa 8500 Jahren in Europa. Während in unserer Kultur die Milch und ihre Produkte (Käse, Joghurt, Quark usw.) im Mittelpunkt der Ernährung stehen, gibt es auch Völker, die ausser Muttermilch gar keine Milch verwenden. Durch die Verarbeitung der Kuhmilch zu verschiedenen Milchprodukten haben wir sie haltbar und gleichzeitig für den menschlichen Darm besser verdaulich gemacht.

Die Milchgewinnung hat in den letzten Jahren in Europa an Bedeutung zugenommen. Überproduktionen machen den Märkten zu schaffen. Diese Überproduktion wird auf den Konsumenten abgewälzt. Mit allerlei Tricks wird versucht, den Milchkonsum zu erhöhen. Die verschiedenen gesüssten Milchmischgetränke und fertigen Fruchtjoghurts tragen ihren Teil zur Entwicklung einer Fehlernährung und dadurch zu Krankheiten bei.

An zweitletzter Stelle

Wenn wir die Lebensmittelpyramide mit ihren fünf Stufen anschauen, sehen wir die Milch und die Milchprodukte erst an zweitletzter Stelle stehen, bei den Nährstoffgruppen der Eiweisse. Bei einem Überschuss an Milcheiweiss kann es zu Blähungen und Verstopfung, Kopfschmerzen, Hautkrankheiten und allergischen Reaktionen in Form von Asthma und verschleimten Bronchien kommen. Bei hyperaktiven Kindern kann ein Zuviel an Milchprodukten die Verhaltensstörung verstärken.

Das Wissen über die einzelnen Nährstoffe ist heute sehr umfassend. Man weiss, was jeder Körper braucht, jedoch nicht, welche Menge der Organismus tatsächlich braucht. Die Menge ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt von mehreren Faktoren ab wie Aktivität, Stoffwechsel, Lebenseinstellung, Umwelt.

So wie der Wohlstand und der Überfluss an industrialisierten Nahrungsmitteln zu Krankheiten beitragen, unterstützen die richtigen Lebensmittel die Gesundheit wesentlich.

Josephine Schmidhauser


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