Doppelt so viele Schwerverletzte auf Ausserrhoder Strassen

VERKEHRSUNFÄLLE ⋅ Im vergangenen Jahr hat im Kanton Appenzell Ausserrhoden kein einziger Mensch bei einem Verkehrsunfall sein Leben verloren. Weniger erfreulich: Die Anzahl der Schwerverletzten hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen.
24. März 2017, 10:38
382 Verkehrsunfälle sind im vergangenen Jahr von der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden erfasst worden - zwei mehr als 2015. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die am Freitagmorgen veröffentlicht wurde. Die häufigste Ursache für die Unfälle sei nach wie vor das Nichtanpassen der Geschwindigkeit gewesen, heisst es im entsprechenden Communiqué. Oftmals überschätzten die Verkehrsteilnehmer ihr fahrerisches Können, ergänzt die Polizei.

"Arbeiten ständig auf das Ziel hin"
Als erfreulich bezeichnet die Kantonspolizei die Tatsache, dass auf Ausserrhoder Strassen im vergangenen Jahr kein einziger Mensch sein Leben verloren hat - ein Jahr zuvor war noch ein Mensch bei einem Verkehrsunfall verstorben. Die Polizei arbeite ständig auf das Ziel hin, dass es keine Verkehrstoten gebe, sei sich aber bewusst, dass sie nicht alles beeinflussen könne, schreibt sie.

Von 15 zu 28 Schwerverletzten
Während bei der Anzahl der Verkehrstoten ein Rückgang auf null erreicht werden konnte, ist die Zahl der auf Ausserrhoder Strassen Schwerverletzten im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Hatten 2015 noch 15 Menschen bei Unfällen schwere Verletzungen davongetragen, waren es im vergangenen Jahr 28 - das entspricht praktisch einer Verdoppelung.

Viele 20- bis 29-jährige Unfallfahrer
Mit total 113 von 382 Unfällen führen die Verkehrsteilnehmer im Alter zwischen 20 und 29 Jahren die Liste an. Die 30- bis 60-Jährigen waren für 231 Unfälle verantwortlich, wobei sich diese gemäss der Ausserrhoder Kantonspolizei mehr oder weniger gleichmässig über die gesamte Altersspanne verteilen.

Mehr Mountainbike-Unfälle
Aus der Verkehrsunfallstatistik geht hervor, dass sich im vergangenen Jahr 20 Velounfälle ereignet haben, die polizeilich erfasst wurden. Das sind sieben Unfälle mehr als im Vorjahr. 40 Prozent dieser Unfälle ereigneten sich mit Mountainbikes, 30 Prozent mit gewöhnlichen Velos und 30 Prozent mit E-Bikes. Zugenommen haben die Unfälle mit Mountainbikes, wobei diesbezüglich noch keine Tendenz abzuleiten sei.

Leicht mehr Wildunfälle
Ausrücken musste die Ausserrhoder Kantonspolizei zu insgesamt 55 Wildunfällen (2015: 52). Betroffen waren 41 Rehe, sieben Dachse, vier Füchse und drei Hirsche. (pd/red.)



 

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