Den Berg auf die Leinwand gebannt

Die Stiftung Liner Appenzell zeigt erstmals eine Jahresausstellung in der Kunsthalle Ziegelhütte. Es sind Bergmalereien der Gilde der Schweizer Bergmaler zu sehen. Die Ausstellung «Alpstein» ist bis 20. April geöffnet.

19. März 2012, 01:06

APPENZELL. Die hellen Wände der Kunsthalle Ziegelhütte beherbergen bis zum 20. April die 18. Jahresausstellung der Gilde Schweizer Bergmaler mit dem treffenden Namen «Alpstein».

Eine passende Premiere

Entgegen dem Trend kantonaler oder städtischer Museen, bei Jahresausstellungen hauptsächlich auf regionale Kunst zu setzen, entschloss sich die Stiftung Liner Appenzell, die erste Jahresausstellung ihrer Geschichte der Bergmalerei zu widmen. Der Kurator der Stiftung Liner Appenzell, Roland Scotti, begründet diesen Entscheid mit der speziellen Verpflichtung der Stiftung gegenüber den beiden Künstlern Carl August und Carl Walter Liner, deren Gemälde zu den bedeutendsten Bergmalereien des 20. Jahrhunderts zählen. «Ausserdem», so Roland Scotti, «passt diese Ausstellung hier in Appenzell doch wie die Faust aufs Auge.»

Jurierte Vielfältigkeit

Die Gilde der Schweizer Bergmaler hat rund 80 Mitglieder. 53 von ihnen haben bis zu fünf Bilder eingereicht. Daraus wählte die siebenköpfige Jury, bestehend aus Roland Scotti, der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Daniela Mittelholzer und fünf Mitgliedern der Gilde Schweizer Bergmaler, die geeignetsten Arbeiten aus. Präsidiert wurde die Jury von der Künstlerin Madlen Fähndrich Campiche. Es sei eine Ausstellung entstanden, sagt Roland Scotti, deren Arbeiten sich äusserst unterschiedlich mit dem Thema Berg auseinandersetzen. Bereits vor der Eröffnung vergangenen Samstag habe er positive Rückmeldungen erhalten. Das allgemeine Interesse begründet er sogleich: «Was wir jetzt hier zeigen, ist Kunst für jeden Menschen.» (tz)


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