12'000 Unterschriften für Spital Heiden – Petition eingereicht

HEIDEN/HERISAU ⋅ Gut 12'000 Personen haben die Petition «Zukunft für Spital Heiden» unterzeichnet. Sie machen sich damit stark für den Erhalt des defizitären Regionalspitals. Am Montag wurde die Petition in Herisau der Ausserrhoder Regierung übergeben.
Aktualisiert: 
03.04.2017, 10:00
03. April 2017, 10:22
Die Aktionsgruppe der Petitionäre schrieb in einer Medienmitteilung von einem «überwältigenden Resultat». Die Verantwortlichen aus Politik und des Ausserrhoder Spitalverbunds sollten das deutliche Zeichen als Motivation zum Einsatz für die Zukunft des Spitals Heiden nehmen.

Die Petition stiess hauptsächlich in der Region um Heiden auf grossen Anklang, wurde aber auch von über 3000 Personen aus den st. gallischen Nachbargemeinden unterzeichnet. Rund 1700 Unterschriften kamen aus anderen Regionen und Kantonen, wie die Petitionäre mitteilten.
 

Defizite und Stellenabbau

Das Spital Heiden arbeitet seit mehreren Jahren defizitär. 2016 betrug der Fehlbetrag 6,8 Millionen Franken. Das Spital beschränkt sich deshalb ab April auf die Innere Medizin und die Geburtshilfe. 45 Mitarbeitende erhielten wegen der Reorganisation die Kündigung.

Auch die Zukunft der Frauenklinik in Heiden stand zeitweise in Frage, weil die Chefärztin und drei Belegärzte gekündigt hatten. Ende März gab der Spitalverbund SVAR bekannt, die Frauenklinik werde weitergeführt. Die personellen und fachlichen Ressourcen seien vorhanden.

Die Ausserrhoder Regierung will mit einer Revision des Spitalverbundsgesetzes dem SVAR mehr unternehmerischen Spielraum geben. Die Spitalstandorte Herisau und Heiden sollen aus dem Gesetz gestrichen werden. Damit könnte der SVAR theoretisch ab 2019 eine Spitalschliessung beantragen. Entscheiden würde die Regierung. (sda)

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