Weniger Unfälle und Verletzte auf dem Bodensee

KREUZLINGEN ⋅ Die Zahl der Unfälle auf dem Bodensee ist im vergangenen Sommer leicht zurückgegangen. Im Vergleich zu 2015 gab es auch weniger Verletzte. Die Thurgauer Seepolizei zog am Freitag eine «durschnittliche Bilanz» für ihr Gebiet.

17. Februar 2017, 12:02
Auf dem gesamten Bodensee und dem Hochrhein bis Schaffhausen kam es in der Wassersportsaison 2016 gemäss Statistik zu 179 Unfällen, das waren 15 weniger als im Jahr davor. 14 (Vorjahr: 19) Personen starben, 39 (54) wurden verletzt, wie die Thurgauer Seepolizei informierte.

304 (448) Personen mussten gerettet werden. Die Unfallschäden summierten sich auf 1,3 Millionen Euro, deutlich mehr als 2015. Der Untergang eines Arbeitsschiffes in Lindau (D) schlug mit rund 430'000 Euro zu Buche.

Auf dem Thurgauer Teil des Bodensees und des Hochrheins registrierte die Seepolizei 20 Unfälle. Vier Personen kamen dabei ums Leben. Wegen mehreren Schiffsbränden stieg die Schadensumme gegenüber dem Vorjahr markant, wie es im Communiqué heisst.

Gefährliche Schlauchbootfahrten
Auf dem Hochrhein kam es immer wieder zu brenzligen Situationen, weil Schlauchbootfahrer die Kraft des Wassers und die Gefahren von Hindernissen unterschätzten. Die Seepolizei führte Kontrollen durch und machte mit einer Präventionskampagne auf die Gefahren aufmerksam. 2017 soll es nochmals eine Kampagne geben.

Mehr als verdoppelt auf 30 haben sich im Thurgau die Diebstähle von Schiffsmotoren. Als gestohlen gemeldet wurden auch fünf ganze Schiffe, von denen zwei wieder zum Vorschein kamen und an die Besitzer zurückgegeben werden konnten.

Die Taucher der Seepolizei mussten 18 Einsätze leisten. Neben der Bergung von Schiffen und Fahrzeugen führten die Taucher technische Kontrollen durch, und sie mussten zwei Leichen bergen. Die Ölwehr der Seepolizei wurde sieben Mal zu Einsätzen aufgeboten. (sda)

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