Landwirte setzen rosa Zeichen gegen Brustkrebs

BÄTERSHAUSEN. Mit dem Kauf von Folien in Pink für Siloballen spenden Thurgauer Landwirte Geld für die Krebs-Organisation «Pink Ribbon». Pro Folie fliessen zwei Franken in ein Projekt der Wohltätigkeitsorganisation. Die Aktion, die ursprünglich aus Neuseeland stammt, ist ein grosser Erfolg.
28. Mai 2015, 07:59
SAMUEL KOCH

Auf Feldern in der Ostschweiz ziehen zurzeit farbige Ballen die Aufmerksamkeit auf sich. Was von Weitem aussieht wie zuckrige Marshmallows, zählt in Wahrheit zu einer Aktion für die Früherkennung von Brustkrebs, welche «Pink Ribbon» ermöglicht. Die Idee stammt ursprünglich aus Neuseeland und wurde von einer schwedischen Verpackungsfirma nach Europa gebracht.

Folien sind ausverkauft

Im Thurgau verpacken zurzeit sieben Landwirte ihre Siloballen mit der rosaroten Folie. So auch Regula Marti und ihr Mann, Rolf Trachsel, aus Bätershausen, wobei sie nicht ausschliesslich die Spezialfolie verwenden. «Wir haben viele Reaktionen erhalten», sagt Regula Marti. Viele sähen in den ungewöhnlichen Siloballen einen Farbtupfer in der Landschaft. «Sobald wir den Leuten von der Aktion erzählen, sind sie begeistert», sagt Marti.

Ihr Folien-Händler, Aemisegger Agro-Bedarf aus Lutzenberg AR, habe sie im Frühjahr darauf aufmerksam gemacht. «Danach hat es sich schnell herumgesprochen», sagt Vreni Aemisegger. Die Aktion sei ein Vollerfolg. «Die Folien sind bereits ausverkauft», sagt sie. Eine weitere Bestellung sei noch pendent. An einer Messe in Deutschland hätten sie beobachtet, dass viele Besucher bei den pinkfarbenen Folien stehen geblieben seien, darüber lachten und wissen wollten, warum die Folien pink seien. «Auch ich habe die Aktion vorher nicht gekannt», sagt Aemisegger. Bei einem Preis von aktuell 94 Franken für eine Rolle Folie fliessen zwei Franken in die Kassen von «Pink Ribbon» im Kampf gegen Brustkrebs.

Genauer Einsatz noch offen

Die Aktion läuft noch bis im Herbst. «Wir sind sehr zufrieden», meint Nicole Zindel, Inhaberin der Kommunikationsfirma, welche das Label der rosaroten Folien vertritt. Sie würden viele Fotos und Reaktionen erhalten. Wichtig sei, dass die Leute verstünden, dass es sich um eine Krebs-Kampagne handle. Im Herbst entscheidet sie, wo die Spendengelder eingesetzt werden. «Wahrscheinlich setzen wir das Geld für den Kampf gegen Brustkrebs bei jungen Patientinnen ein», sagt Zindel.


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