Neuer Campus im Stadtzentrum

Die Bibliothek an der Universität St.Gallen soll erneuert werden. Zoom

Die Bibliothek an der Universität St.Gallen soll erneuert werden. (Keystone)

Die Universität St.Gallen (HSG) soll bis im Jahr 2025 deutlich erweitert werden. Neben einem Ausbau am bisherigen Standort auf dem Rosenberg ist auch der Bau eines neuen Campus für Lehre und Forschung auf dem Areal Platztor im östlichen Stadtzentrum geplant.

03. November 2014, 11:56
Vertreter von Kanton, Stadt und Universität stellten die Pläne am Montag vor. Man gehe davon aus, dass sich die Zahl der Studierenden der HSG in Zukunft zwischen 8000 und 9000 einpendeln werde, sagte der kantonale Bildungsdirektor Stefan Kölliker.

Aktuell sind es 8000. Die bestehenden Gebäude auf dem Rosenberg, die erst 2011 erweitert wurden, bieten aber nur Platz für 5000 Studierende. Prekär sei die Situation vor allem in der Bibliothek, sagte Rektor Thomas Bieger. Eine neue Bibliothek am alten Standort soll mehr als doppelt so gross werden.

Zweiter Standort
Daneben plant die Universität den Schritt vom noblen Rosenberg ins Stadtzentrum hinunter: Auf dem Areal Platztor am Rand der Altstadt soll ein zweiter Standort für Lehre und Forschung mit 3000 Studierenden entstehen. Das Areal gehört zum Teil der Stadt und ist vom Rosenberg in 15 Gehminuten zu erreichen.
Am 18. November entscheidet das St. Galler Stadtparlament über den Verkauf des Grundstücks, auf dem sich auch die «Offene Kirche» befindet. Das Kirchengebäude gilt nicht als schützenswert und könnte abgebrochen werden.

Ab 2015 soll die Erweiterung konkreter definiert werden. Zu den Kosten machten die Verantwortlichen am Montag noch keine genauen Angaben. Der Kanton sieht in seiner Investitionsplanung 140 Millionen Franken vor. Auch der Bund, Donatoren und Dritte sollen sich an den Kosten beteiligen.

Volksabstimmung 2017
2017 sollen zuerst der Kantonsrat und danach das Volk in einer Abstimmung über das Vorhaben entscheiden. Nach einer anschliessenden mehrjährigen Wettbewerbs-, Planungs− und Bauzeit könnte die Universität ihre Neubauten 2025 beziehen.

Bildungsdirektor Stefan Kölliker sagte, die HSG sei als «eine der führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas» auch ein wichtiges Aushängeschild für St. Gallen. Wegen ihres guten Rufs sei die Universität in den letzten Jahren stetig gewachsen.

Wegen Platzmangels belegt die HSG derzeit zahlreiche Provisorien, zum Teil in Wohnhäusern. Nach der Erweiterung der Universität würden diese Gebäude wieder für Wohnzwecke frei. (sda)

www.zukunfthsg.ch



 

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