Die App für Spontane

Freizeit Drei Ostschweizer wollen mit der iPhone-App Spontacts die Freizeitplanung revolutionieren. Ihr Programm soll Leute zusammenbringen, die spontan etwas unternehmen wollen.
07. Juli 2011, 01:03
Anita Bünter

Lust auf Joggen, Kino oder ein Feierabendbier, aber niemand aus dem Kollegenkreis hat Zeit, um mitzukommen? Dank der neuen iPhone-App Spontacts ist das kein Problem mehr: Über sein Smartphone kann jeder innert weniger Sekunden seine Freizeitaktivität auf Spontacts posten, Gleichgesinnte finden und sich mit ihnen verabreden. «Damit wollen wir Leute, die sich vorher nicht gekannt haben, zusammenbringen», sagt der 32jährige Christoph Seitz. Der gebürtige Ostschweizer hat die App gemeinsam mit seinem Schulfreund Florian Specker und seinem Pfadikollegen Daniel Kästli entwickelt. «Die App ist super für alle, die gerne spontan etwas unternehmen, oder für Leute, die neu in einer Stadt sind und noch niemanden kennen.»

Privates Vermögen investiert

Die drei Kollegen sind überzeugt, dass sie mit ihrer Idee Erfolg haben werden, und benützen die App auch selbst. «Letztes Wochenende habe ich mich über Spontacts mit jemandem, den ich vorher nicht gekannt habe, zum Joggen verabredet», erzählt Seitz, der an der Universität St. Gallen «Internationale Beziehungen» studiert hat. Auch Specker schreibt immer wieder Aktivitäten über Spontacts aus, etwa Paintball oder ein Treffen in einer Beiz: «Es ist ein gutes Gefühl, nach der langen Arbeit im dunkeln Kämmerlein mit den Usern in Kontakt zu kommen und von ihnen einen Feedback zu erhalten.» Mit der Entwicklung der App haben die drei vor rund vier Jahren begonnen. Seither haben sie viel Herzblut und ihr privates Vermögen in das Projekt investiert. «In den letzten beiden Jahren haben wir alle Vollzeit und ehrenamtlich an der App gearbeitet», sagt Kästli. Was nicht immer einfach war, denn Kästli wohnt mittlerweile in Helsinki, die anderen zwei in Zürich.

Suche nach Investoren

In den nächsten Monaten wollen die drei Jungunternehmer nochmals Vollgas geben und Spontacts auch im Ausland bekanntmachen. In Deutschland und Österreich ist die App bereits erhältlich, bald soll auch eine englische Version folgen. Seitz: «Bevor wir weiter ausbauen können, müssen wir jedoch zuerst noch Investoren suchen.»


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