Toggenburger helfen Ostschweizern

OHO ⋅ Margrit Stadler-Egli ist eine von 15 Beiräten der Spendenaktion Ostschweizer helfen Ostschweizern. Für die Bazenheiderin bedeutet die schnelle und unbürokratische Hilfe, die OhO hier in der Region ermöglicht, vor allem eins: Weihnachten.

Katharina Brenner
Die Beiräte der Spendenaktion Ostschweizer helfen Ostschweizern (OhO) kommen aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau und den beiden Appenzell. Die ehemalige Kantonsrätin Margrit Stadler-Egli ist eine von ihnen.

Margrit Stadler-Egli, seit wann sind Sie OhO-Beirätin?
Ich bin seit Beginn dabei, also bereits zum zwölften Mal.

Wie sind Sie zur Spendenaktion gekommen?
Als sie gegründet wurde, war ich Präsidentin des Kantonsrates, also «höchste St. Gallerin». Ich wurde vom Tagblatt angefragt, ob ich bereit wäre, als Beirätin mitzumachen. Ich habe mich darüber gefreut und zugesagt.

Weshalb engagieren Sie sich für OhO?
Die Spendenaktion ermöglicht direkte Hilfe vor Ort. Es gibt in nächster Nähe sehr viele Menschen, die mit sehr wenig auskommen müssen – Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen. Dank OhO kann sehr schnell, unbürokratisch und unkompliziert geholfen werden. Das ist für mich Weihnachten.

Hat Sie ein Gesuch besonders bewegt?
In diesen elf Jahren gab es viele bewegende Geschichten, etwa die alleinerziehende Mutter mit ihren fünf Kindern, die in einem baufälligen Haus wohnte. Es regnete in die Kinderzimmer. Dank OhO konnten wir helfen, diese Zimmer zu sanieren. Die strahlenden Augen vergesse ich nie mehr, als die Kinder in die neuen Zimmer einziehen konnten.

Kommt es im Beirat auch mal zu Diskussionen?
Die Diskussionen im Beirat sind wichtig, damit wir eine möglichst einheitliche Vergabepraxis erhalten. Als Beirat ist man froh, wenn man grosse Beträge nicht alleine verantworten muss. Es gibt Spendengesuche, die kontrovers diskutiert werden und unter Mehrheitsbeschluss gesprochen oder abgelehnt werden.

Inzwischen haben Ostschweizer über 1,2 Millionen Franken für OhO gespendet. Wie erklären Sie diesen Erfolg?
Der Spender weiss, dass seine Spende direkt den Notleidenden in der Region zugute kommt. Und die Spendengelder versickern nicht in einem grossen Verwaltungsapparat. Dank der ehrenamtlichen Tätigkeit der Beiräte sind die Verwaltungsausgaben sehr gering.


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