Sie unterstützen OhO Jahr für Jahr

BÜTSCHWIL. Über die Hälfte der Unterstützer der OhO-Spendenaktion möchten unerkannt bleiben und sich anonym für Menschen in Not einsetzen. Christian und Luzia Blaser zeigen ihr Gesicht, denn sie unterstützen OhO seit der Geburtsstunde 2004.

SAMUEL KOCH
 

«Für uns ist das ein Muss», sagt Christian Blaser. Er sitzt an seinem Stubentisch neben seiner Frau Luzia. Für den 68-Jährigen ist es keine grosse Sache, Menschen in Not etwas Gutes zu tun. Er und seine Familie spenden seit der OhO-Geburtsstunde vor elf Jahren jährlich 200 Franken für bedürftige Ostschweizer.

Damals wurden die Blasers über ein Inserat in der Zeitung auf OhO aufmerksam. «Die Idee hat uns gut gefallen und von Anfang an gepasst», sagt die 62jährige Luzia Blaser. Auch im Namen ihrer zwei Söhne Christoph (32) und Stefan (30) hätten sie Jahr für Jahr den OhO-Einzahlungsschein ausgefüllt. Ihre Söhne wüssten zwar nichts davon, trotzdem steht als Absender Familie Blaser.

«Helfen, wo immer möglich»

Ob eine Spende anonym ist, wie das bei der OhO-Aktion mehr als die Hälfte der Ostschweizer tun, oder nicht, erachtet Blaser als unwichtig. «Meine Frau war zwar dagegen, einen Bericht über uns in der Zeitung zu lesen», sagt Blaser. Er habe sich aber dafür stark gemacht. «Wir wollen helfen, wo auch immer das möglich ist», sagt er. Wenn jeder zu allem Nein sage, sei das doch auch nicht schön. Über die Vorteile sind sich Christian und Luzia Blaser dann einig: «Einerseits bleibt das Geld hier in der Ostschweiz, und es hilft unseren Mitmenschen in Not.» Andererseits würden nicht Unsummen der Spendengelder für administrative Aufgaben ausgegeben. «OhO macht das sehr gut», sagt Christian Blaser.

Die Familie aus Bütschwil unterstützt finanziell aber nicht nur OhO, sondern spendet auch für Procap, eine Sozialhilfeorganisation für Menschen mit Handicap. Zudem spenden sie jeweils für die «Zwanzger-Nötli-Aktion» des Kinderarztes Beat Richner für ein Kinderspital in Kambodscha. Diese Aktionen seien auch dafür verantwortlich, dass sie sich für OhO einsetzten. «Das hat uns beeindruckt», sagt Christian Blaser. Die Familie liess sich auch von anderen Aktionen anstecken, als beispielsweise eine Frau einem an den Rollstuhl gefesselten FCSG-Fan bis ans Lebensende eine Saisonkarte zugesichert hat.

Hoffen auf weiteren Rekord

Jemanden, der von OhO-Beiträgen unterstützt wurde, kennen sie nicht persönlich. «Das spielt auch überhaupt keine Rolle», sagt Blaser. Viel wichtiger sei, dass Hilfe in Not überhaupt geleistet werde. Der Pensionär setzt sich aber nicht nur finanziell für Schwächere ein, sondern legt für die Gemeinschaft auch selber Hand an. Der 68-Jährige flickt für die Gemeindebibliothek Bütschwil alte Bücher. «Da gibt es viel zu tun», sagt er.

Über OhO informiert haben sich die Blasers in der Zeitung. Für den gelernten Landwirt aus dem Emmental hat Zeitunglesen einen hohen Stellenwert. «Ich lese sie jeden Tag», sagt er. Deshalb prophezeit er auch ein gutes Ergebnis der diesjährigen Sammelaktion. «Ich glaube an einen weiteren Rekord – obwohl das für mich zweitrangig ist.» Das würde bedeuten, dass OhO die Marke von 1,267 Millionen Franken aus dem Vorjahr knacken würde.


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