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Tagblatt Online, 30. November 2009 01:03:28

St.Otmars Routine siegt

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Nur noch zuschauen kann Suhrs Thomas Heer (links) dem Abschluss des St. Gallers Jan Keller. (Bild: Bild: Alexander Wagner)

HANDBALL. Gegen das junge Team von Suhr Aarau gewinnt St.Otmar in der NLA mit 32:23 (14:10). Die routinierten St.Galler zeigen im Auswärtsspiel eine konzentrierte und kämpferische Leistung.

Rabea Huber/Aarau

Es lief die 50. Minute, als St.Otmar mit 26:18 führte und Trainer Markus Burger damit begann, seine Stammspieler gegen Nachwuchsakteure auszuwechseln. Bei Suhr Aarau hingegen hatten gleich drei Spieler in der Startformation gestanden, die 20jährig oder gar noch jünger waren. Sie mussten die beiden verletzten Stammspieler David Parolo und Manuel Reichlin ersetzen. Doch über 60 Minuten wurden die jungen Aargauer für ihre Unerfahrenheit bestraft. St. Otmar hingegen konnte seine ganze Routine ausspielen und siegte deshalb am Ende deutlich.

Konzentrierter Start

Bereits vor einer Woche hatten die St. Galler Suhr Aarau zu Hause im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups mit 39:27 besiegt. Doch gerade deshalb sei die Aufgabe in der Meisterschaft umso schwieriger gewesen, sagte St. Otmars Jan Keller. «Auswärts haben wir diese Saison häufig ein anders Gesicht gezeigt als in Heimspielen.

Dass wir zuletzt gegen Suhr Aarau so deutlich gewonnen haben, machte es nicht einfacher – im Gegenteil.» Doch trotz des Sieges im Hinterkopf, starteten die St. Galler in der Aarauer Schachenhalle sehr konzentriert. Auch davon, dass das Heimteam seine Verteidigung von einem offensiven 3:2:1-System in ein flaches 6:0 umgestellt hatte, liessen sie sich nicht beirren. «Wir haben von Anfang an dagegengehalten und sind nie gross zurückgelegen», so Keller.

Suhr Aarau konnte die erste Halbzeit über weite Strecken ausgeglichen gestalten. Dies auch dank des stark aufspielenden Andreas Merz. Der Schweizer Nationalgoalie war zwar durch eine Grippe geschwächt in die Partie gegangen, doch davon war nichts zu spüren. Er war dem jungen Team ein sicherer Rückhalt. So befand sich Suhr Aarau in der 25. Minute nur mit 10:11 im Rückstand.

«Drei Minuten vor der Pause wurden wir jedoch für unsere Unerfahrenheit bestraft und gaben das Spiel trotz einer guten Halbzeit noch aus der Hand», sagte der 20jährige Jonas Affentranger, der seine erste Saison in der NLA spielt. Mit drei Toren in Folge erhöhte St. Otmar zum Pausenstand von 14:10.

«Solides Spiel durchgezogen»

Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken starteten die St. Galler selbstbewusst in die zweite Halbzeit. Suhr Aarau kam nie mehr näher als vier Tore heran und St.Otmar baute die Differenz kontinuierlich aus. «In dieser Phase hat man gemerkt, dass wir routinierter sind als die Aargauer», so Keller. «Wir zogen unser solides Spiel durch, während Suhr Aarau immer mehr den Mut und auch den Glauben an einen Erfolg verlor.» Die St. Galler zeigten eine konzentrierte und kämpferische Leistung verbunden mit der nötigen Lockerheit, während den Aargauern zusehends die Kräfte fehlten. So erarbeiteten die Routiniers von St.Otmar einen komfortablen Zehn-Tore-Vorsprung und ermöglichten es ihren Nachwuchsakteuren, dass sie am Schluss unbeschwert aufspielen konnten. Denn der Sieg war in der zweiten Halbzeit dank der Erfahrenheit der St. Galler nie gefährdet.





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