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Tagblatt Online
23. September 2016, 02:57 Uhr

AC Immune erhält grünes Licht für Börsengang

Die Lausanner Biopharmafirma AC Immune hat grünes Licht für den US-Börsengang erhalten. Den Preis für die Erstplatzierung von 6 Millionen Stammaktien setzte das Unternehmen auf je 11 Dollar fest.

Das Angebotsvolumen wurde um 32 Prozent erhöht im Vergleich zur ursprünglich angekündigten Anzahl von 4,5 Millionen Stammaktien, wie AC Immune am Donnerstag mitteilte. Vom Gang an die US-Technologiebörse Nasdaq verspricht sich das Unternehmen damit einen Nettoerlös von 57,8 Millionen Dollar. Der Erstausgabepreis war vor gut einer Woche zwischen 11 und 13 Dollar pro Aktie angegeben worden.

Wie das Unternehmen, das an Wirkstoffen für die Alzheimer-Behandlung forscht, weiter mitteilte, hat die US-Börsenaufsicht (SEC) am Donnerstag die Stammaktien zur Kotierung an der Nasdaq zugelassen. Der Handelsbeginn unter dem Tickersymbol "ACIU" ist für Freitag vorgesehen.

AC Immune habe den Emissionsbanken für die Börseneinführung zudem eine Option zum Kauf von bis zu 900'000 zusätzlichen Stammaktien für Mehrzuteilungen eingeräumt. Der Abschluss der Emission soll am oder um den 28. September erfolgen. Der Börsengang erlaube die Finanzierung von Entwicklung und Kommerzialisierung der Impfstoffe gegen die Alzheimer-Krankheit. Zudem forscht die Firma an Wirkstoffen zur Diagnose von Parkinson.

Weitere Verluste zu erwarten

AC Immune wurde im Jahr 2003 gegründet und beschäftigt im Innovationspark der Eidg. Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) rund 55 Mitarbeitende. Seit der Gründung hat die Firma 126,7 Millionen Franken durch Privatfinanzierungen aufgenommen, davon gut ein Drittel erst im vergangenen Mai.

Bis Ende Juni 2016 hatte der Konzern Verluste von 33,8 Millionen Franken angehäuft. Weitere Verluste seien in den nächsten Jahren zu erwarten, hiess es. Ende Juni hatte die Firma flüssige Mittel von 82,4 Millionen Franken.

AC Immune ist verschiedene Partnerschaften eingegangen, darunter mit dem Basler Pharmamulti Roche oder dem US-Konzern Biogen. Das Lausanner Unternehmen verfügt gemäss eigenen Angaben insgesamt über sieben therapeutische und drei diagnostische Produktkandidaten für neurodegenerative Erkrankungen. Laut den SEC-Unterlagen hat noch kein Wirkstoff die Zulassung erhalten. (sda)



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