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Tagblatt Online, 26. März 2009 01:05:10

Ethos will Boni-Limiten für UBS

Die Anlagestiftung Ethos empfiehlt den UBS-Aktionären, das neue Vergütungsmodell abzulehnen. Sie fordert Einschränkungen der variablen Lohnbestandteile.

Genf/zürich. Das von der UBS vorgeschlagene Vergütungsmodell könne exzessive Vergütungen mit zu hohen variablen Lohnbestandteilen nicht verhindern, teilte Ethos gestern mit. Deshalb empfiehlt die Stiftung den UBS-Aktionären, das neue Modell an der Generalversammlung vom 15. April abzulehnen.

Eckpfeiler des neuen Vergütungsmodells sind die Einführung eines Bonus-Malus-Systems für den variablen Lohnbestandteil und eines langfristigen Beteiligungsplans mit Aktien. Ethos begrüsst es laut Mitteilung, dass der Bonus über mehrere Jahre berechnet wird und dass bei schlechter Leistung ein Malus eingesetzt werden kann. Allerdings sei kein Maximalbonus im Verhältnis zum Basissalär vorgesehen. Eine Beschränkung im Verhältnis zum Grundsalär fehle auch für die Anfangszuteilung von Aktien unter dem neuen Beteiligungsplan. Somit seien wie in der Vergangenheit Vergütungen für Führungsinstanzen mit einem variablen Lohnbestandteil von beispielsweise 80% bis 90% der Gesamtvergütung möglich. Die Grundsätze zur Corporate Governance der Anlagestiftung sehen vor, dass der variable Lohnbestandteil nicht höher als 50% der Gesamtvergütung sein sollte.

Die UBS weist darauf hin, dass die Strukturen des neuen Systems der Vergütung einen deutlichen Rahmen setzten. Verordnete und fixe Obergrenzen für Löhne erachtet die Grossbank hingegen als unternehmerisch fragwürdig. Sie liessen sich in einer Marktwirtschaft nicht realisieren, ohne dass das Risiko bestehe, nicht mehr genügend gute Mitarbeitende anwerben zu können. (ap)





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