Privatkredite werden noch billiger

BANKEN ⋅ Ein Kreditvergleich bei verschiedenen Anbietern lohnt sich für Schweizer Konsumenten. Im Schnitt können Kreditnehmer bei einem Anbieterwechsel nämlich bis zu 500 Franken sparen. Das zeigt eine Studie des Kreditvergleichdienstes moneyland.ch.
17. April 2018, 13:58

Der Konkurrenzkampf um tiefe Zinsen für Konsumkredite habe sich hierzulande weiter verschärft, kommentierte moneyland.ch die am Dienstag publizierte Studie.

Grund dafür seien die vielen Online-Anbieter, die in den Markt drängen, während der Bedarf für Barkredite praktisch unverändert bleibe. Gemäss der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) gab es im vergangenen Jahr rund 116'650 Neuabschlüsse von Barkrediten. 2016 waren es 112'850 und 2015 mit 117'115 sogar mehr.

Um gegenüber den Online-Anbietern nicht ins Hintertreffen zu kommen, werben viele traditionelle Kredithäuser mit Sonderaktionen. Dazu zählt etwa die Migros-Bank, die lange Zeit der günstigste Schweizer Konsumkredit-Anbieter war.

Die Zinsunterschiede zwischen den Kreditangeboten seien allerdings gross, schreiben die Experten. Auf Online-Plattformen werden aktuell Privatkredite zu effektiven Jahreszinssätzen ab 4,5 Prozent vergeben. Bei klassischen Kreditinstituten variieren sie von 4,5 bis 9,95 Prozent. Damit werden Kredite teilweise mehr als doppelt so teuer wie die günstigsten angeboten.

Zwar profitierten vor allem Kreditsuchende mit guter Kreditwürdigkeit von den tieferen Zinsen, dennoch lohne sich der Angebotsvergleich zwischen verschiedenen Anbietern, heisst es weiter. Denn Kreditzinsen schwanken laut den Experten auch für identische Kreditanträge.

So zeige eine aktuelle Hochrechnung, dass Kreditnehmer insgesamt 160 Millionen Franken an Kreditkosten einsparen könnten, wenn alle von ihrem bisherigen Barkredit zum günstigsten Angebot ihrer Bonitätsklasse wechseln. Das entspreche rund 500 Franken pro aufgenommenem Barkredit. (sda)


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