Digitaler Graben besteht weiterhin

TELEKOMMUNIKATION ⋅ Der Zugang zum Internet bleibt weiterhin für viele ein Wunschtraum. Trotz Fortschritten hat nach wie vor über die Hälfte der Weltbevölkerung noch immer keinen Zugang zum Netz.
14. September 2017, 10:15

3,9 Milliarden Personen oder 52 Prozent der gesamten Weltbevölkerung haben gemäss einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Internationalen Fernmeldeunion (UIT) keinen Internetzugang. Gegenüber dem Vorjahr hat sich damit die Situation leicht verbessert. Im Vorjahr waren noch 53 Prozent der Weltbevölkerung ohne Internetzugang. Gemessen wird die Zugangsart über Breitbandanschlüsse.

Gemäss den Schätzungen der UIT dürften bis Ende Jahr 41,3 Prozent der Bevölkerung in Entwicklungsländer über einen Zugang verfügen. Dabei hat sich insbesondere die Situation in den am wenigsten entwickelten Länder verbessert wenn auch auf tiefem Niveau. Der Anteil der Bevölkerung mit Internetzugang beträgt laut UIT unter 18 Prozent.

Schweiz weiter auf Platz 2

Die Schweiz dagegen verteidigte ihren Spitzenplatz. Sie ist weiterhin auf Rang 2 platziert. Dabei haben 46,3 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer einen Breitbandanschluss. Bei der Versorgung im Bereich Mobiltelefonie meldet die UIT sogar einen Anteil von über 100 Prozent.

Gemäss UIT-Generalsekretär Houlin Zhao ist das Breitbandnetz entscheidend. Denn damit erhalte die Bevölkerung Zugang zu wichtigen Informationen in den Bereichen Gesundheit, Ausbildung, Finanzierung und Infrastruktur.

Trotz der Verbesserungen in den Entwicklungsländer hat sich der Graben zu den entwickelten Länder wegen der technologischen Fortschritten laut UIT vertieft. Gleichzeitig stellt die Vereinigung fest, dass die Preise für den Internetzugang in zahlreichen Ländern gesunken sind. (sda)


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