NACHGEFRAGT

«Brand hat Bau der Solaranlage verzögert»

25. März 2014, 02:34

Über den Dächern Affeltrangens verwandeln neu 5000 Quadratmeter Solarmodule die Sonne in Strom. Die vor drei Monaten in Betrieb genommene Anlage auf dem Dach des Transportunternehmers Louis Alder ist eine der grössten der Region und deckt den Stromverbrauch von etwa 150 Haushalten.

Herr Alder, wie kommt ein Entsorgungs- und Transportunternehmen mit 40 Mitarbeitenden dazu, eine so grosse Photovoltaikanlage zu bauen?

Wir haben grosse Maschinen für Rückbauarbeiten, Tiefbau und Recycling. Der Strom für die Werkstatt, die Einstellhalle und das Bürogebäude mit Wohnungen war immer knapp. Ich hatte deshalb schon länger im Kopf, ein eigenes Kraftwerk zu bauen.

Wie sind Sie das Projekt angegangen?

Im Frühling 2012 kam ich mit Willy Langenegger von Swiss Photovoltaik ins Gespräch und fand das eine gute Sache. Wir haben verschiedene Wege geprüft, nun vermieten wir unser Dach an die Swiss Photovoltaik GmbH, welche die Anlage realisiert hat und betreibt.

Ein Zwischenfall hätte das Projekt beinahe auf den letzten Metern verhindert. Was ist passiert?

Wir haben im vergangenen Sommer entschieden zu bauen. In der Nacht vom 7. zum 8. November 2013, drei Tage vor dem Baubeginn, brannte ein Teil der Halle. Man weiss nach wie vor nicht genau warum. Aber die Installation der Solarmodule hat sich natürlich verzögert. Wir hatten deshalb ziemlich Zeitdruck, damit die Anlage noch vor Jahresende ans Netz gehen konnte. Das war nämlich eine Auflage für die kostendeckende Einspeisevergütung.

Würden Sie Ihr Dach noch einmal zur Verfügung stellen?

Ich finde die Anlage toll. Wir haben jetzt mehr als genug Strom. Voraussichtlich bauen wir noch eine weitere Halle. Und auch da werden selbstverständlich wieder Solarzellen installiert. (gzü)


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