BUSINESS LUNCH

21. Dezember 2012, 01:35

«Geld verschenke ich ungern»

611 Franken wollen die Schweizer dieses Jahr durchschnittlich für Weihnachtsgeschenke ausgeben, 24 mehr als 2011. Das ergab eine Studie des Forschungszentrums für Handelsmanagement der HSG in Fussgängerzonen. Studienautor Maximilian Weber hat allerdings kein Geschenkbudget.

Wie viel geben Sie dieses Jahr ungefähr für Geschenke aus? Und was verschenken Sie?

Ich werde dieses Jahr eine Kurzreise, Konzerttickets, Bücher und Sportartikel verschenken. Vor meinem Weihnachtseinkauf habe ich mir natürlich unsere Studie angesehen, um herauszufinden, was bei welcher Altersgruppe besonders beliebt ist. Ein konkretes Budget habe ich nicht festgelegt. Wichtig sind mir originelle und individuelle Geschenke, die an gemeinsamen Erlebnissen anknüpfen. Geld und Gutscheine verschenke ich ungern.

Laut Ihrer Studie kaufen die Schweizer am liebsten in der Innenstadt ein. Sie auch?

Fussgängerzonen bieten ein grösseres Einkaufserlebnis. Der Einkauf wird auch häufig mit dem Besuch des lokalen Weihnachtsmarkts kombiniert. Wenn dann auch noch Schnee fällt, ist die Weihnachtsatmosphäre perfekt. Aus Zeitgründen kaufte ich viele Geschenke im Internet ein. Einige fehlen mir jedoch noch. Hier hoffe ich auf Inspiration in den Schweizer Fussgängerzonen am Wochenende!

Laut Studie ist das Internet nicht mehr so beliebt wie letztes Jahr.

Wir erkennen hierfür verschiedene Gründe. Warengruppen wie Unterhaltungselektronik sowie Mobilität und Reisen, die häufiger im Internet gekauft werden, sind als Weihnachtsgeschenke weniger beliebt als noch im Vorjahr. Gleichzeitig sind Warengruppen wie Bekleidung, Sportartikel und Schuhe stärker gefragt. Diese Produkte möchten einige Konsumenten dann doch lieber in der Filiale live sehen und anfassen. Ausserdem führt auch der starke Einkaufstourismus im Ausland dazu, dass weniger Weihnachtsgeschenke im Internet eingekauft werden. Trotzdem werden viele Geschenke online eingekauft. Insbesondere bei Shoppern unter 40 Jahren ist das Internet beliebt.

Die Studie ergab auch, dass mehr verschenkt wird. Weshalb?

Die Konsumenten sind optimistischer als letztes Jahr, sowohl gegenüber der Gesamtwirtschaft wie ihrer persönlichen Lage. Dies wirkt sich auch auf den Weihnachtseinkauf aus. Für den Detailhandel ist dies ein gutes Signal.

Was wünschen Sie sich selber zu Weihnachten?

Ich bin leidenschaftlicher Wintersportler und freue mich über jegliche Geschenke rund ums Skifahren. (ken)


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