NZZ Online, 27. Januar 2012 06:31:00
Romney und Gingrich streiten über Einwanderungspolitik
Letzte Fernsehdebatte vor den Vorwahlen in Florida
Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner ist weiterhin völlig offen. Auch bei der letzten Fernsehdebatte vor den Vorwahlen in Florida gab es keinen eindeutigen Sieger oder Verlierer.
(Reuters)
Wenige Tage vor der nächsten Etappe im Vorwahl-Kampf der amerikanischen Republikaner haben sich die beiden aussichtsreichsten Bewerber auf die Präsidentschaftskandidatur, Mitt Romney und Newt Gingrich, einen heftigen Schlagabtausch geliefert.
Romney verteidigte sich in einer Fernsehdebatte in Jacksonville im Staat Florida gegen den Vorwurf seines Rivalen, er lehne Einwanderer ab. «Ich bin nicht gegen Einwanderer», sagte er. «Mein Grossvater kam in Mexiko zur Welt, der Vater meiner Frau in Wales. Sie kamen in dieses Land. Zu sagen, ich sei gegen Einwanderer, ist abscheulich.»
Mögliches Kopf-an-Kopf-Rennen
Gingrich verwehrte sich derweil dagegen, Spanisch als «die Sprache des Ghettos» bezeichnet zu haben. Das habe er nicht gesagt. Er halte es nur allgemein für besser, wenn Kinder Englisch lernten.
Einwanderungsthemen rückten nicht zufällig ins Zentrum der jüngsten Debatte. Die nächste Vorwahl findet am Dienstag in Florida statt, wo viele Hispanics leben, also Wähler hispanoamerikanischer oder spanischer Abstammung. Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Romney und Gingrich in Florida. Bei den bisherigen drei Vorwahlen konnten sie je einen Sieg einfahren.
Bei den Vorwahlen ermitteln die Republikaner den Herausforderer von Präsident Barack Obama. Die eigentliche Präsidentenwahl findet Anfang November statt.
Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.
Kommentar schreiben