Direkte Links und Access Keys:

NZZ Online, 05. Februar 2012 08:09:00

Romney gewinnt Vorwahl in Nevada klar

Gingrich und Paul weit abgeschlagen

Mitt Romney hat die Vorwahl der Republikaner um die US-Präsidentschaft in Nevada klar gewonnen. Das zeigten Teilresultate nach ersten Auszählungen. Nach der Vorwahl in Florida war es sein zweiter Sieg innerhalb einer Woche.

(dpa/dapd)

Über das Ergebnis der Vorwahl in Nevada berichteten mehrere Fernsehsender kurz nach Schluss der Abstimmung am Samstag. Unklar war zunächst, wer auf den zweiten Platz kam. Hier zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Newt Gingrich und Ron Paul ab.

Nach knapp 15 Prozent der ausgezählten Stimmen komme Romney auf rund 47 Prozent der Stimmen, berichtete der Sender CNN. Auf Gingrich entfielen demnach etwa 22 Prozent, auf Paul 19 Prozent, hiess es. Nevada war die fünfte Vorwahl und die erste Abstimmung im Westen der USA.

Romneys klarer Sieg war nach Umfragen erwartet worden. Teilweise hatten ihm Umfragen sogar über 50 Prozent der Stimmen zugesprochen. Der Mormone Romney konnte nicht zuletzt auf die starke Unterstützung seiner Glaubensbrüder bauen. Diese machen etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Nevada aus und gelten als besonders eifrige Teilnehmer an Vorwahlen.

Bilderstrecke: Mitt Romney im Wahlkampf

  • Ein Etappenziel ist erreicht: Nach der Niederlage gegen Santorum bei den letzten Vorwahlen punktet Romney am 28. Februar in Arizona und Michigan. Unerwartet knapp war der Sieg in Romenys Heimatstaat Michigan.
  • Als 70. Gouverneur des liberalen Massachusetts (von 2003 bis 2007) setzte Mitt Romney eine Gesundheitsreform durch, die Ähnlichkeiten mit jener von Präsident Obama hat. Nun proklamiert er: «Wenn ich Präsident werde, mache ich «Obamacare» rückgängig.»
  • ... er holt fast die Hälfte der Vorwahl-Stimmen. Dafür gibt es einen Kuss für den Enkelsohn.

Der Republikaner Mitt Romney, ehemalige Gouverneur von Massachusetts und Unternehmensberater, hat Erfahrung im Wahlkampf. Bereits im Jahr 2007 hat er sich um die Präsidentschaftskandidatur beworben, zog sich nach der Niederlage um die Spitzenkandidatur aus dem Rennen zurück. Kann er sich diesmal bei den Vorwahlen durchsetzen?

Experten warnen, noch sei das Rennen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur längst nicht gelaufen. Bereits am Dienstag wird in Colorado, Minnesota und Missouri abgestimmt. Insgesamt stehen noch Vorwahlen in 45 weiteren Teilstaaten bevor. Eine erste echte Vorentscheidung dürfte erst beim «Supertuesday» am 6. März fallen. Dann wird in zehn Bundesstaaten abgestimmt.

Endgültig wollen die Republikaner ihren Kandidaten erst beim Parteitag im Sommer bestimmen.

Wenig Zeit für Nevada

In Nevada geht es um 28 Wahlmännerstimmen für den Nominierungsparteitag Ende August. Romney hatte nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP vor der Abstimmung in Nevada 87 der für die Nominierung notwendigen 1144 Delegiertenstimmen sicher, Gingrich 26, Santorum 14 und Paul 4. Anders als bei den Vorwahlen in Iowa bis Florida hatten alle Bewerber in Nevada wenig Zeit und Geld für ihren Wahlkampf investiert.





Leser-Kommentare:
keine


Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

tagblatt.ch / ipad

iPad und E-Paper

facebook.com / tagblatt

 ...

Anzeige: