Tagblatt Online, 12. Februar 2012 07:56:00
Verschnaufpause für Mitt
Thomas J. Spang
(Bild: )
Gute Organisation und Geld ist nicht alles, aber hilft. So wird es Mitt Romney sehen, der am Wochenende zwei wenig überzeugende Punktsiege landete.
Der eine bei den Caucuses in Maine, die sich über eine Woche hinzogen. In Hintergarten seines Heimatstaates Massachusetts holte Mitt nur 39 Prozent der Stimmen. Vor vier Jahren waren es noch 52 Prozent. Ron Paul ging diesmal mit 36 Prozent knapp hinter Mitt über die Ziellinie. Noch mehr beunruhigen muss Team Romney die verschwindende Wahlbeteiligung von insgesamt rund 5.600 Wählern. Fast zwei von drei der getreuen Republikaner, die bei den Caucuses auftauchten, stimmten für einen anderen Kandidaten.

Quelle: AP
Mit fast derselben Prozentzahl – 39 Prozent – gewann Romney den Schönheitswettbewerb der “Conservative Political Action Conference”, dem Gipfeltreffen der konservativen Basis der Republikaner in Washington. Von den 3408 abgegeben Stimmen holte Rick Santorum 31 Prozent, Newt Gringrich 15 Prozent und Ron Paul 12 Prozent.
In den beiden Vorjahren räumte Paul hier ab. Doch in diesem Jahr karrte Romney mehr Anhänger zu dem Treffen und hatte damit die Nase vorn. Romney erzielte damit einen Achtungserfolg, bleibt aber immer noch weit hinter den Erwartungen für einen Spitzenreiter zurück.

Wutbürgerin Sarah Palin meinte in ihrer mit Spannung erwarteten Rede vor der CPAC-Konferenz , es sei gar nicht schlecht für die Republikaner, in den Parteitag von Tampa zu gehen, ohne einen gesetzten Kandidaten zu haben. “Wettbewerb macht das Spiel besser. Wir müssen den Wettbewerb am Leben erhalten. Lasst uns sicherstellen, das Wettbewerb das Beste in unserem Land hervorbringt”.
Kürzlich hatte Palin ihre Sympathien für Newt Gingrich zu erkennen gegeben. Von einer offiziellen Unterstützung eines Bewerbers sah Palin bisher ab.
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