Tagblatt Online, 15. Januar 2012 08:35:00
Christliche Fundis stellen sich hinter Santorum
Thomas J. Spang
(Bild: )
Die Führer der christlichen Fundamentalisten stellen sich bei den Vorwahlen der Republikaner mit überwältigender Mehrheit hinter Rick Santorum.
Der erzkonservative Katholik erhält den Segen der protestantischen Pastoren und Organisatoren, die sich auf der texanischen Ranch von Paul and Nancy Pressler zu einem Krisentreffen versammelt hatten. Nach leidenschaftlichen Diskussionen entschieden sich 85 der 115 Teilnehmer für den ehemaligen Senator aus Pennsylvania.

Als er die Kunde von der Unterstützung aus Texas erhielt, schwebte Santorum in seinem legendären Pullunder einen halben Meter über dem Boden. “Sie haben jemanden unterstützt, der eine lange Geschichte und Stimme bei allen konservativen Themen hat.”
Deutlich abgeschlagen kam New Gingrich als zweiter ins Ziel. Drei Ehen sind einfach zuviel für einige der Gottesmänner.
Gingrichs Wahlkampfteam beeilte sich, die Bedeutung des Ergebnisses herunterzuspielen. Genau das taten auch Mitt Romneys Unterstützer.
Pech für die Pastoren, dass sie ihre Kirchen heute nicht mehr so dominieren wie noch vor zehn Jahren. Damals hätte ein solcher Appell ausgereicht, die Kirchgänger hinter einem Kandidaten zu einen. Heute sind die Gläubigen sehr viel kritischer. An dem Ergebnis kommenden Samstag (21.1.) wird man ablesen können, welchen Einfluss die Pastoren noch haben.
Einiges spricht dafür, dass das Rennen in South Carolina am Ende ähnlich ausgehen wird wie in Iowa. Mit einer gespaltenen Rechten, die bellt, aber nicht beißt und sich selber irrelevant macht.
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