Acht tote Wildschweine und massiver Blechschaden

MÖRSCHWIL ⋅ Auf der Autobahn A1 in Fahrtrichtung Rheintal sind am frühen Donnerstag drei Fahrzeuge in eine Rotte Wildschweine gefahren. Die Bilanz: acht tote Tiere, ein Totalschaden und ein abgeschleppter Lastwagen.
Aktualisiert: 
05.10.2017, 11:00
05. Oktober 2017, 06:17
Schrecken für mehrere Verkehrsteilnehmer, die um 5 Uhr auf der Autobahn A1 von St.Gallen Neudorf in Richtung Rheintal unterwegs waren: Rund anderthalb Kilometer vor der Verzweigung Meggenhus befand sich eine Rotte Wildschweine auf der Autobahn. "Die Wildschweine wurden erst von einem Auto, dann von einem Lieferwagen und schliesslich von einem Lastwagen erfasst", erklärt Florian Schneider, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei, auf Anfrage. Acht Wildschweine starben, am Auto entstand Totalschaden, der Lastwagen konnte nicht mehr weiterfahren und musste abgeschleppt werden. Alle Fahrzeuginsassen blieben unverletzt: "Sie kamen mit einem Riesenschrecken davon", sagt Schneider. Der Verkehr staute sich zeitweise bis nach St.Gallen zurück.

Nach bisherigen Erkenntnissen habe die Rotte aus einer Bache und ihren fast ausgewachsenen Jungtieren bestanden. Eine ausgewachsene Bache kann in Mitteleuropa bis zu 150 Kilogramm wiegen. Laut Schneider ist es gut möglich, dass weitere Tiere die Autobahn unverletzt wieder verlassen haben.

Der betreffende Autobahnabschnitt ist eigentlich mit einem Wildschutzzaun gesichert. Die Tiere könnten aber über eine Ein- oder Ausfahrt auf die Autobahn gelangt sein oder sich unter dem Zaun hindurchgegraben haben.

Der Unterhaltsdienst transportierte die toten Tiere ab und  reinigte die Fahrbahn. Zudem sollten die Wildschutzzäune kontrolliert werden. Schneider erinnert sich an Vorfälle mit Wildschweinen auf der Autobahn bei Gossau und Wil - "sehr häufig sind diese Tiere aber nicht auf der Autobahn anzutreffen", sagt er. Häufiger seien Kollisionen mit Füchsen, Rehen, Igeln oder Haustieren, die sich auf die Autobahn verirrten. (dwa/jw)

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