St.Galler Stadtpolizei stoppt Lebensmüden mit Taser

NÄCHTLICHER EINSATZ ⋅ In der Nacht auf Freitag hat ein 40-Jähriger auf einem Fenstersims in fast fünf Metern Höhe gedroht, sich das Leben zu nehmen. Erst durch mehrere Elektroschocks konnte die St.Galler Stadtpolizei den Mann stoppen.
10. November 2017, 11:43
In der Nacht auf Freitag, kurz vor 2 Uhr, wurde eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen auf einen Mann auf einem Fenstersims in 4,7 Metern Höhe aufmerksam gemacht. Laut dem Polizeicommuniqué sagte der 40-Jährige, sich das Leben nehmen zu wollen. Er fügte sich mit einem Rasiermesser am ganzen Körper tiefe Schnittwunden zu.

Die Polizisten konnten den Mann nicht davon abbringen, sich weiter zu verletzen. Zudem konnten sie sich dem Suizidwilligen wegen des Rasiermessers nicht weiter nähern. Deshalb machten sie ihn mit einem Destabilisierungsgerät (Taser) handlungsunfähig. Dabei fiel der Mann vom Fenstersims auf ein von der Feuerwehr vorbereitetes Sprungkissen.

Auf dem Sprungkissen gelandet, fuhr der 40-Jährige damit fort, sich mit dem Rasiermesser zu verletzen. "Es musste ihm ein weiterer Elektrostoss gegeben werden, um ihm das Rasiermesser abzunehmen", schreibt die Stadtpolizei. Anschliessend konnte der Mann in Handfesseln gelegt und mit unbestimmten Schnittverletzungen ins Spital gebracht werden.

Für Personen, welche die Szene miterleben mussten, wurde laut der Stadtpolizei psychologische Hilfe aufgeboten. Einsatzkräfte wurden nicht verletzt - auch ihnen steht gemäss dem Communiqué psychologische Unterstützung zur Verfügung. (stapo/dwa)

 

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