Tagblatt Online, 01. Oktober 2011 18:22:00
Wils Coup gegen Aarau - Brühls erfolgloses Anrennen
Traf zum wichtigen Ausgleich für Wil: Dzengis Cavusevic. (Bild: Archiv/Urs Bucher)
FUSSBALL. Der FC Wil hat sein Heimspiel gegen das favorisierte Aarau mit 3:2 gewonnen. Den entscheidenden Treffer schoss Fabian Schär von hinter der Mittellinie. Der SC Brühl hingegen wartet weiter auf seinen ersten Sieg in der Challenge League: Das Team von Erik Regtop verlor gegen Vaduz trotz einer starken zweiten Halbzeit mit 2:3.
Mit dem FC Aarau empfingen die Wiler einen Gegner, der neben St.Gallen, Bellinzona und Lugano zu den Favoriten um den Aufstieg in die Super League zu zählen ist. Dementsprechend forsch starteten die Gäste: Sie liessen die Wiler kaum ins Spiel kommen, doch die Wiler Verteidigung stand kompakt.Dabos Pfostenschuss
Gleich beim ersten Torschuss für Wil schlug es hinter Aarau-Goalie Mall ein: Fabian Schär erzielte mit einem Freistoss das 1:0 fürs Heimteam. Die Wiler versuchten sogleich nachzudoppeln, doch Cavusevic konnte eine Vorlage nach einem erneuten Freistoss nicht verwerten. In der 25. Minute hatten die Wiler Glück, dass Moustapha Dabo, in der Aufstiegssaison 2008/2009 in Diensten des FC St.Gallen, für die Aarauer nur den Pfosten traf. Die Wiler verteidigten ihren Vorsprung in der Folge geschickt und gingen mit dem 1:0 in die Pause.
Hart umkämpfte Schlussphase
In der zweiten Halbzeit sollten die Zuschauer eine Partie sehen, die hin und her wogte. Der FC Aarau drehte immer mehr auf. Zunächst konnte Wil-Goalie Faivre einen Schuss mirakulös entschärfen. Nach 64 Minuten musste er sich aber geschlagen geben: Gashi traf nach einem Gewühl im Strafraum der Wiler zum Ausgleich. Nur vier Minuten später kam es noch dicker fürs Heimteam: Erneut war es Gashi, der jubeln durfte. Die Wiler steckten aber nicht auf und hätten beinahe einen Eckball direkt verwandelt. Wenige Minuten später war es dann aber so weit: Cavusevic stand nach 75 Minuten nach einer Flanke goldrichtig und köpfelte zum Ausgleich ein. Und es sollte noch besser für die Wiler kommen: In der 81. Minute zog Fabian Schär hinter der Mittellinie ab, und sein Schuss flog über den Aarauer Goalie hinweg zur erneuten Führung für die Wiler in die Maschen. In den letzten Minuten verteidigten die Wiler das 3:2 mit Mann und Maus - die Aarauer rannten vergeblich an.
Brühler Ausgleich hatte nicht lange Bestand
Ohne Fussballlegende Marc Zellweger begann der SC Brühl sein Heimspiel gegen Vaduz. Zelli, der zuletzt verletzt gewesen war, nahm zunächst auf der Ersatzbank Platz. Bei Vaduz nicht einmal ins Aufgebot geschafft hatten es Moreno Merenda und Reto Zanni, beide früher in Diensten des FC St.Gallen. Der SC Brühl konnte zunächst gut mit den Liechtensteinern, die in dieser Saison bisher arg enttäuscht hatten, mithalten. Zu grossen Chancen kam es vorerst nicht. Praktisch aus heiterem Himmel erzielten die Gäste nach 29 Minuten dann die Führung: Nach einem Konter über die linke Seite und einem Pass in die Mitte brauchte Baron nur noch einzuschieben. Die Brühler steckten aber nicht auf und kamen nur vier Minuten später durch de Freitas zum Ausgleich: Clemente hatte einen Freistoss aus 25 Metern getreten, den der Torschütze verlängerte. Das Remis hatte aber nicht lange Bestand: Nach 39 Minuten traf Hasler, nachdem er den Brühler Goalie umspielt hatte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann gar das 3:1 für Vaduz durch Tripodi: Er staubte aus abseitsverdächtiger Position nach einem Weitschuss ab, der am Pfosten der Brühler gelandet war.
Weiter nur mit zwei Punkten
Nach der Pause kamen die Brühler wie verwandelt aufs Feld zurück. Bereits nach einer Minute traf einer Brühler den Pfosten, nachdem Vaduz-Goalie Peter Jehle den Ball hatte abprallen lassen. Die Brühler, jetzt mit Marc Zellweger, spielten weiter nach vorne und wurden nach 50 Minuten belohnt: Thomas Knöpfel erzielte per Weitschuss den Anschlusstreffer. In der Folge sündigten die Brühler, angetrieben von Marc Zellweger, mehrmals im Abschluss. So blieb es schliesslich beim 3:2-Auswärtssieg für die Liechtensteiner. Der SC Brühl seinerseits bleibt auch nach neun Runden auf seinen zwei Punkten sitzen.
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