Tagblatt Online, 13. August 2011 01:03:24
Brühl verliert gegen cleveres Chiasso
Brühl unterliegt in der Challenge League in Chiasso mit 0:3. Ein kurzer Aussetzer der St. Galler nach einer halben Stunde, genügt den cleveren Tessinern, um mit zwei Toren durch Gaspard in Führung zu gehen.
Fussball. Vom Start weg ergriffen die Tessiner die Initiative. Brühl war bestrebt, nicht wieder frühzeitig in Rückstand zu geraten. In der Offensive sollten Francesco Clemente und Thomas Knöpfel mehr Kreativität bringen. Eine Viertelstunde dümpelte die Partie ohne Torchancen dahin. Die erste Möglichkeit besassen die St. Galler nach einer Viertelstunde durch Christian Böhi.
In der 26. Minute griffen die Tessiner plötzlich über die rechte Seite an. Auf Pass von Matteus Senkal traf der Brasilianer Gaspard aus kürzester Distanz in die hohe Ecke zum 1:0. Kurz darauf kamen die Brühler zu einem Freistoss. Doch aus dem Gegenstoss heraus erzielte wiederum Gaspard das vorentscheidende 2:0. Die Chiassesi erteilten den Brühlern damit eine Lehre bezüglich offensiver Effizienz. Ohne grosse spielerische Vorteile führten die Tessiner innert kurzer Zeit 2:0.
Drei Wechsel zur Pause
Kurz nach der Pause wechselte Trainer Erik Regtop gleichzeitig drei Feldspieler aus. Valdet Istrefi verstärkte die Offensive und im Mittelfeld gab Quoc Trung Nguyen sein Début im Brühler Dress. Die Devise lautete nun: alles oder nichts. Prompt kamen die St. Galler zu mehr Spielanteilen. In der 65. Minute verpassten sie den verdienten Anschlusstreffer. Alex De Freitas zielte aufs Tor statt zum besser plazierten Nguyen zu passen. Den Abpraller verpasste Alban Morina aus bester Position.
Risiken in der Defensive
Immerhin zeigten die Brühler eine Reaktion auf den Rückstand und spielten nach vorne. Dass damit auch Risiken in der Defensive verbunden waren, liegt auf der Hand. Doch für die Zukunft lässt diese zweite Halbzeit einiges erhoffen. Chiasso war keineswegs die bessere, wohl aber im Abschluss die clevere Mannschaft. So fiel dann fünf Minuten vor Ende durch Nikola Gacesa noch das 3:0. Einmal mehr bezahlten die Brühler trotz ansprechender kämpferischer und spielerischer Leistung für ihre Unerfahrenheit und mangelnde Effizienz in der Offensive einen hohen Preis. (si)
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